Stil-WM-Tipp: Deutschland wird Weltmeister!
Diese fünf WM-Trainer stehen im Finale von Jeroen van Rooijen (key)
Im Fokus der Betrachtung stehen nicht die Spieler, sondern jene Männer, die sonst nervös am Spielfeldrand stehen und die Spieler auf dem Feld herumkommandieren: die Nationaltrainer.
«Jogi» kleidet sich wie ein Weltmeister
Jeroen van Rooijens Verdikt ist eindeutig: Deutschland wird Weltmeister. Weil die Mannschaft mit Joachim «Jogi» Löw, Jahrgang 1960, über den elegantesten, am besten aussehenden, modisch trittsichersten Trainer verfügt.
Jogi Löw trägt seine Hemden eng und seine Anzüge schmal, sprich: er ist ein stolzer, selbstbewusster und körperlich fitter Mann, der seinen Jungs ein Vorbild sein muss.
Hitzfeld ist «Jogis» schärfster Konkurrent
Fürchten muss sich «Jogi» Löw bei seinem Feldzug eigentlich nur vor einem: dem deutschen Gentleman schlechthin, der Trainerlegende aus Lörrach - vor Ottmar Hitzfeld, dem Schweizer Nationalcoach.
Der jugendliche Stretchhemd-Styler Löw könnte sich in einem Traumfinale die Zähne am «elder gentleman» Ottmar Hitzfeld ausbeissen, der mit seinen 61 Jahren schon fast der Vater des deutschen Bundestrainers sein könnte.
Zwar hat Hitzfeld leider nicht die Autorität ausstrahlende Frisur eines Gilbert Gress, aber er muss sich nicht verstecken. Der schmallippige und strenge Nati-Coach hat, so Jeroen van Rooijen, «etwas staatsmännisches, wie ein englischer Gentleman. Seine Anzüge sitzen gut, es gibt keine stilistischen Entgleisungen zu bemängeln.»
Schnauzbärtige werden Hitzfeld nicht gefährlich
Gegen die Gegner der Gruppe H müsste Hitzfeld kein allzu schweres Spiel haben: der schnauzbärtige Vicente del Bosque, Coach der Spanier, sieht nämlich eher aus wie einer, der gerne eine Flasche Rioja trinkt, aber nicht wie einer, der Ottmar Hitzfeld gefährlich werden könnte.
Zu gemütlich für Hitzfeld! Etwas schwieriger dürfte das Duell gegen den deutlich jüngeren Marcelo Bielsa werden, der als Argentinier die Chilenen trainiert und herrlich böse gucken kann.
Die grösste Knacknuss heisst aber Reinaldo Rueda, ist Kolumbianer und 53 Jahre jung. Man nennt ihn wegen seines silbergrauen Lockenschopfs auch den «Richard Gere von Lateinamerika». (jvr)
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