Stil-Tipp: Die Tops und Flops bei der Bundesratswahl
Nicht in gleichem Masse stilsicher: Während Bundesrat Burkhalter das Stilranking anführt, gibt Kollege Maurer das Schlusslicht. (key)
Die Bundesratswahl in der vereinigten Bundesversammlung war ein gelungenes Gesamtereignis. Die meisten Politiker haben für diesen besonderen Tag fein gemacht - mit hochwertigen, schönen Outfits.
Man weiss in der Schweiz noch, Qualität zu schätzen und sich in Schale zu werfen, wenn es darauf ankkommt. Am meisten beeindruckte Nationalratspräsidentin Pascale Bruderer. Sie ist chic, cool, echt, charmant und sexy.
Fantasielose Männer
Bei den Männern gibt es jedoch einiges zu bemängeln: Zu viel stilistische Fantasielosigkeit in den ewig gleichen Anzügen ohne Form und Eleganz. Die Herren in Bundesbern haben noch nicht ganz begriffen, das gut angezogen heute mehr bedeutet, als sich brav eine Krawatte umzubinden.
Stilvoll, aber unauffällig
Simonetta Sommarugas Hosenkombination mit dunkelblauer, taillierter Samtjacke war dezent und der Situation angemessen. Er bestätigt den Ruf der Bernerin, sachoriertiert und fokussiert vorzugehen - auch im Outfit. Sommaruga wird versuchen, sich mit fachlicher Kompetenz und nicht durch stilistische Extravaganz einen Namen zu machen.
Johann Schneider-Ammann macht auch nicht die schlechteste Figur. Die drei Knöpfe seines Jacketts sind zwar etwas altbacken, aber nicht falsch, dafür war die gepunktete Krawatte für seine Begriffe fast frech. Optimierungspotenzial besteht noch bei den Schuhen, wenn Schneider-Ammann demnächst internationales Parkett betreten soll. (jvr)
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