Street Style - von der Strasse in die Modehäuser
Street Style Blogger Pascal Grob hat die Kamera auch im DRS 3 Studio stets griffbereit. Diesmal wurde aber er selbst fotografiert. Hat Style, der Mann! (DRS 3)
Auch die grossen Modelabels orientieren sich immer mehr am Street Style. Man hat nämlich gemerkt, dass viele Normalbürger sehr kreativ mit Mode umgehen: da wird Selbstgenähtes mit teuren Designerstücken oder mit Teilen vom Flohmarkt oder aus dem Brockenhaus kombiniert und nicht selten wurde zum Trend, was zuvor nur auf den Strassen der angesagten Metropolen zu sehen war.
Vor der Strasse auf den Laufsteg
Die Verantwortlichen der Labels informieren sich über den Strassenstil nicht nur vor Ort, sondern auch im Internet auf den Street Style Blogs.
Einer dieser Blogger ist der 21-jährige Pascal Grob. Seit eineinhalb Jahren fotografiert er gutangezogene Menschen auf der Strasse und stellt die Bilder anschliessend ins Web. Im Gegenzug wird Pascal von den Modehäusern zu ihren Modeschauen eingeladen.
Pascal Grob findet seine Modelle also auf der Strasse. Er lichtet aber keine Models ab, sondern normale Menschen mit ebensolcher Figur, dafür mit viel Sinn für Stil und Mode. Und natürlich fragt er sie nach der Erlaubnis, sie abzulichten - und sucht danach nach einem geeigneten Ort für das Bild, damit sich die Modelle dabei auch möglichst wohl fühlen.
In Zürich besteht Nachholbedarf in Sachen Mode
Der Street Style Blogger fotografiert in verschiedenen Städten und hat dabei festgestellt, dass es vor allem in Stockholm auffällig viele gut angezogene Menschen gibt, die aber nicht «angestrengt» hip daherkommen, sondern ihren Stil ganz natürlich tragen.
In Zürich hingegen macht Pascal Grob diesbezüglich Nachholbedarf aus. Auch stelle sich immer wieder heraus, dass die stilsicheren, modisch kreativen Menschen, die er in Zürichs Strassen aufstöbere, gar nicht aus Zürich stammen, sondern aus der Umgebung kommen und nur auf Shopping Tour in Zürich unterwegs sind.
Hauptsache, alles passt zusammen
Und wie zieht sich Pascal Grob, der mit seinen Bildern immerhin indirekt über Stil oder Nichtstil seiner Zeitgenossen urteilt, eigentlich selber an? «Ich habe nur Kleider, die zusammenpassen. So kann ich alles miteinander kombinieren und habe deshalb keine Probleme beim Anziehen», sagt er.
Bei seinem Besuch im DRS 3 Studio trägt er tatsächlich einfache, unauffällige Kleider, die gut zusammenpassen - und als gelungenen Akzent dazu einen wunderschönen Strohhut im Jean Gabin-Stil, ein Modell, das auch «Kreissäge» genannt wird. (ewa)
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