Game-Tipp: Sei ein Beatles-Rockstar
Guitar Hero ist gerade in der fünften Ausgabe erschienen, Rockband gibt es schon zweimal. Das Konzept dieser Musikspiele ist einfach und erfolgreich: Wir erleben, wie es wäre, wenn wir tatsächlich musizieren könnten, wie es sich anfühlte auf einer Bühne, mitten in der Musik. Sie machen Musik erfahrbar für Nichtmusiker.
Nun wagt Rockband einen grossen Sprung und wird zu Popband, mit der Band, die den Pop sozusagen erfunden hat: den Beatles. Dass es überhaupt soweit kam, ist eine kleine Sensation. Man kann nur ahnen, welche Mordsarbeit es gewesen sein muss, die 45 Songs der Beatles zu lizensieren (von einer Band, die nach wie vor auf iTunes nicht erhältlich ist).
Versprochen hat man uns ein komplett neues Rockband, die totale «Beatles Experience». Dieser Ansage kommt man recht nahe, die starre Struktur von Rockband bleibt aber doch sehr sichtbar. Weil Rockband ein tolles Spiel ist, darf man das nicht als Kritik auffassen. Erfahrene Musik-Spieler können aber nicht auf ein völlig anderes Spielerlebnis hoffen.
Und: Das Game allein trägt nicht. Wer die Beatles nicht mag, mag auch The Beatles Rockband nicht. Das Spiel unterstützt die Musik, kann sie aber nicht überwinden. Das ist richtig so, weil es die Musik ins Zentrum stellt. Wer aber den harten Rock und die naturgemäss damit verbundene Aufregung in Rockband mochte, wird den seichten Schlagerpop der frühen 60er recht langweilig finden.
Trotzdem: Für Beatles-Fans (auch Nicht-Gamer) bietet sich hier ein ganz neues Erlebnis, eines, das CD-Hören ergänzt und bereichert.
Den ausführlichen Game-Tipp könnt Ihr in Guidos Blog nachlesen.
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