Trend: Mitarbeiter wählen IT-Ausrüstung selber
Bring your own device: Zum Glück gibt es heute mobilere Computer (Bild: Flickr/Mark Stosberg)
Immer mehr Angestellte sind heute privat auf einem aktuelleren Stand, was Computer und Handy angeht, als ihr Arbeitgeber. Schon längst ist man zuhause auf Windows 7 umgestiegen, während man sich im Büro noch mit Vista herumnervt. Viel lieber würde man nur noch das neue Smartphone verwenden, als den alten Knochen vom Geschäft.
Diese Entwicklung hat dazu geführt, dass gewisse US-Unternehmen ihren Mitarbeitern frei stellen, mit welchen Geräten sie arbeiten wollen. In der Schweiz sind wir noch zwar nicht ganz so weit, aber der Trend ist auch hier unaufhaltsam.
Kosten
Betriebe, die sich an den Anschaffungs-Kosten der privaten IT-Infrastruktur beteiligen, haben hierzulande noch Seltenheitswert. Es gehe aber auch nicht primär darum, Kosten auf die Mitarbeiter abzuwälzen, sondern darum, auf die Wünsche, beziehungsweise den Druck der Mitarbeiter zu reagieren. So Heiko Timmerkamp, der bei Swisscom für das Thema «Bring your own device» zuständig ist.
Die verschiedenen Systeme zu unterstützen, führt laut Timmerkamp zu einem erheblichen Mehraufwand für die IT-Abteilungen. Kosten würden für die Betriebe also keine eingespart, höchstens umgelagert.
Sicherheit
Insbesondere die Einhaltung von Sicherheits-Standards wird mit unterschiedlichsten Geräten und Software-Versionen anspruchsvoller. Laut Heiko Timmerkamp muss in dem Bereich generell ein Umdenken stattfinden. Es könne künftig nicht nur mehr darum gehen, die einzelnen Geräte zu sichern, sondern die Daten selber.
Dies sei besser möglich, wenn sie zentral – also im Internet – verwaltet und zur Verfügung gestellt würden. Eine Entwicklung, die durch den aktuellen Trend noch beschleunigt wird.
Unternehmenskultur
Unternehmen wie die SBB schreiben dem Trend auch Effekte zu, die sich positiv auf das Arbeitsklima und die Unternehmenskultur auswirken können. «Private und Geschäftliche Welt wachsen mit zunehmender Informatisierung der privaten Welt immer mehr zusammen. Unternehmen müssen sich dieser Tatsache stellen. Ein laufendes Umschalten der Mitarbeitenden von der persönlichen Datenwelt zur der geschäftlichen ist ineffizient. Die beiden Welten sollten aus Sicht der IT zusammengeführt werden», so Andreas Blum von SBB Informatik.
Bezüglich Arbeitskultur wolle sich die SBB zu einem offenen und transparenten Betrieb entwickeln. Durch die Zusammenführung der beiden IT Welten würden sich positive Effekte ergeben, so Blum.
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