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Was ist eigentlich Schnee?

Schnee ist mehr als nur gefrorenes Wasser. Es gibt ihn in den unterschiedlichsten Formen und Konsistenzen. Das Wetterlexikon von SF Meteo wagt den Versuch einer Definition.

Unterschiedliche Temperaturen lassen unterschiedliche Schneekristalle entstehen. (DRS 3)

Definition
Schnee ist die feste Form von Wasser. Sind die Temperaturen in einer Wolke genügend Tief, bilden sich Schneekristalle. Unterkühlte Wolkentröpfchen lagern sich an Gefrierkernen an. Es bildet sich eine hexagonale Struktur.

Form
Je nach Wolkentemperatur bilden sich Nadeln, Dendriten, Plättchen oder Säulen. Zusätzlich ist die Form noch abhängig von der Übersättigung an Wasserdampf in der Wolke. Die Schneekristalle wachsen dann auf Kosten der eventuell vorhandenen Wassertröpfchen (da der Sättigungsdampfdruck über Wasser grösser ist als über Eis und die Wasserdampfmoleküle vom hohen Dampfdruck zum tiefen gehen).

Metamophose
Sind die Schneekristalle genug gross und schwer, beginnen sie zu fallen. Sie durchqueren dabei Luftschichten, deren physikalische Eigenschaften nicht jenen des Gebietes ensprechen, in dem die Kristalle gewachsen sind (andere Temperatur, andere Feuchte). Schneekristalle sind daher bereits beim Fallen einer Metamorphose unterworfen.

Dichte
Am Boden kommen sie dann als Neuschnee an und wandeln sich weiter um, die Dichte der Schneedecke ändert sich dabei ständig. Neuschnee hat eine Dichte von etwa 100 kg/m3, Nassschnee eine Dichte von etwa 500 kg/m3. Wenn ein Prognosemodelle 1 mm Niederschlag angibt, rechnet man mit etwa 1 cm Neuschnee.

Neuschnee
Mit Neuschnee meint man den frisch gefallenen Schnee. Die Neuschneemessung ist eine etwas spezielle Form der Niederschlagsmessung. Meist wird dazu ein Brett horizontal aufgestellt und der darauf gefallene Neuschnee regelmässig bestimmt. Neben der Neuschneehöhe wird auch die Neuschneedichte bestimmt. Sie liegt bei etwa 100 kg/m3. Aus der Neuschneehöhe lässt sich das Wasseräquivalent bestimmen.

Schneeniederschlag
Schneeniederschlag liefert vor allem im Hochgebirge grosse Probleme. Es ist ein Messplatz zu suchen, der einerseits repräsentativ ist für die Umgebung, andererseits sollte er weder geschützt noch windexponiert sein (Verwehungen). Bei Totalisatoren ist die Schneeverwehung ein kaum zu meisterndes Problem. Man setzt zwar Windschutzringe ein, der Wind ist aber meist zu stark. Es kommt zudem vor, dass Totalisatoren einfach eingeschneit werden, obwohl sie mehere Meter über Grund aufgestellt werden.

Quelle: SF Meteo Wetterlexikon

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Schnellsuche:
Schnee als Forschungsobjekt: Martin Schneebeli, Schneeforscher

Martin Schneebeli ist der renommierteste Schneeforscher der Schweiz. Am Schnee- und Lawinenforschungsinstitut in Davos untersucht er die Schneeflocken als Computertomografien. Und er fördert dabei erstaunliches zu Tage: Der Schnee lebt. Die Schneekristalle in einer Schneedecke schmelzen und gefrieren an anderen Orten wieder. Es findet eine ständige Metamorphose statt.

Schnee lebt!

Wenn es selbst für Schneemänner zu kalt wird

In den Alpen herrschen amerikanische Verhältnisse: Wegen der tiefen Temperaturen ist der Schnee in den Höhen vergleichbar mit demjenigen in den USA. Für Freerider ein Traum – der rasch zum Albtraum werden kann – und für Kinder ein Frust, da es selbst Schneemänner ein paar Grad wärmer mögen.  Mehr

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