Uf u dervo: Was vom kalten Krieg übrig bleibt
Werner Fischer, Leiter der Zivilschutzes Luzern, Kriens und Horw in einem der Operationssäle im Sonnenbergtunnel. (zisch.ch)
Da, wo im Normalfall täglich der Verkehr durchbraust, nämlich durch die zwei Röhren des Tunnels, durch den man auf der A2 die Stadt Luzern passiert, hätten im Ernstfall 20'000 Menschen Schutz gefunden. Das «Leben in der Röhre» wäre aus einem siebenstöckigen Hochhaus, das im Innern des Berges gebaut wurde, alimentiert geworden. Hier waren die technischen Anlagen, die Räume der Administration, zwei Operationssäle, eine Teeküche und ein Radiostudio untergebracht.
Während zwei Stunden unterirdisch leben
Die Zivilschutzanlage kann heute im Rahmen von Gruppen- und Privatführungen besichtigt werden. In Zusammenarbeit mit der Stadt Luzern und der kantonalen Denkmalpflege organisiert das Projekt «unterirdisch überleben» einmal im Monat eine öffentliche Führung, Gruppenführungenführungen können jederzeit nach Absprache gebucht werden.
Während des zweistündigen Rundganges bekommt man nicht nur einen guten Einblick in das gedachte Bunkerleben, sondern staunt mehr als einmal über die Fantasien und Vorstellungen der Planer und Bauer dieser Anlagen. Der Rundgang ist spannend, mit viel Liebe zum Detail inszeniert und gut durchdacht.
Trotzdem ist man am Schluss gottenfroh, wieder am Tageslicht zu sein. So froh, dass man das Vergnügen gerne ein bisschen verlängert, zum Beispiel mit einer kleinen Schifffahrt auf dem Viewaldstättersee (etwa auf dem Tortenschiff). Wer noch mehr Vergnügen möchte, übernachtet anschliessend im ehemaligen Posthotel von Weggis, Poho, wo die Siebzigerjahre- Kulisse auf wunderbare Art und Weise ins Heute transportiert wurde.
Alle Tipps findet Ihr auch im Merkblatt.
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