72 Stunden: Das grosse Zupacken hat begonnen
Pascale Bruderer heute auf dem Berner Bundesplatz, wo sie die Aktion eröffnet hat.
Nationalratspräsidentin Pascale Bruderer hat die Aktion eröffnet und die ersten Projekte vergeben. In ihrer Rede wünschte die höchste Schweizerin den Teilnehmern viel Erfolg und Spass mit ihren Projekten - und forderte alle Schweizerinnen und Schweizer auf, die Teilnehmer - erkennbar an ihren blauen 72-Stunden T-Shirts - kräftig zu unterstützen.
72 Stunden in Hellblau
Quasi als Antwort auf Bruderers Rede liessen die Jugendlichen Hunderte hellblauer Ballone in den Himmel steigen. Danach erteilte Pascale Bruderer den ersten Auftrag gleich selbst. Sie holte die Pfadi Falkenstein Köniz aus dem Kanton Bern auf die Bühne und öffnete das Couvert mit dem Auftrag.
Ziel der 110 Jugendlichen dieser Pfadi ist es nun, einen Flohmarkt zu organisieren und damit Geld zu sammeln, um einer Pfadi in der rumänischen Stadt Cibiu ein Gruppenzelt und Schlafsäcke zu finanzieren. Für ein Gruppenzelt müssen sie mindestens 150 Franken verdienen. Umrahmt wurde der ganze Event von der Gruppe Fohm aus Kerzers FR.
Rund 20'000 Menschen in der ganzen Schweiz wollen ab heute 18:11 beweisen, dass man in kurzer Zeit etwas bewirken kann - genauer: in 72 Stunden, also drei Tagen.
Und ihr könnt sie dabei unterstützen: Auf DRS Virus melden sich die Gruppen im Einsatz ab Freitag zu Wort und erzählen, was sie noch brauchen, woran es fehlt. Wer einer Gruppe mit einem Frühstück, einem fahrbaren Untersatz oder seinem Know-How zur Seite stehen möchte, kann sich bei DRS Virus über die Projekte informieren und sich über die Gratishotline 0800 72 72 24 zum Einsatz melden.
Mithelfen mit Taten oder Musik
Ausserdem könnt ihr die Einsatzteams über den Äther zu Höchstleistungen anspornen: mit euren Musikwünschen, die ihr bei DRS Virus abgeben könnt. Die Wünsche werden bei DRS Virus zwischen Donnerstag und Sonntagabend ausgestrahlt, zusammen mit euren Motivations-Grüssen.
Mit der Aktion 72 Stunden 2010 verfolgen die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände SAJV und die beteiligten Jugendorganisationen das Ziel, freiwilliges Engagement ins Rampenlicht zu rücken: Allein an der Aktion 72 Stunden leisten die rund 20'000 jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen rund 1 Million Stunden freiwilliger Arbeit - das ist etwa zehnmal mehr, als eine durchschnittliche Schweizerin oder Schweizer während eines ganzen Arbeitslebens schafft.
Die meisten möchten den Wald aufräumen
Die Vielfalt der Projekte reicht vom Pizzalieferdienst oder der Zopfbäckerei zugunsten wohltätiger Organisationen bis zum Bau eines See-Holzstegs, eines Badi-Flosses oder eines Pfadihotels.
Auffallend ist, dass die grosse Mehrheit der beteiligten Gruppen den Wald aufräumen wollen. Die Cevi Teufen (AR) möchte ein lokales Waldstück von Abfall befreien, die Pfadi St. Karl in Luzern will den Gütschwald reinigen und seine Feuerstellen aufräumen. Oft gehört zu den eingereichten Wald-Projekten auch der Aufbau eines Wald- oder Baumlehrpfades. Nach diesen drei Tagen werden die Schweizer Wälder so sauber und lehrreich sein wie nie zuvor.
