Glamour: das Hotel «Bellevue»
1835 entstand auf der Passhöhe «Kleine Scheidegg» aus einer kleinen Sennhüte das Berghaus «Zur Gemse». Knapp 10 Jahre später wurde dieses Berghaus zu einem bedeutesten Hotels der Jungfrauregion: das Hotel «Bellevue».
Der Besitzer des alten Berhauses «Zur Gemse», Peter Brawand, galt als tüchtiger und fleissiger Wirt. Möglicherweise war die Konkurrenz zu anderen Berghütten der Region zu gross, daher musste der Wirt sein Werk 1840 an die Familie Seiler-Wyss verkaufen.
Diese errichtete 1842 das Hotel «Bellevue» und baute in den folgenden Jahrzehnten den Sommertourismus auf der «Kleinen Scheidegg» erfolgreich aus. Nachdem die Wengeneralpbahn von Lauterbrunnen über die Scheidegg nach Grindelwald gebaut wurde, wurde das «Bellevue» aus- und das Hotel «Des Alpes» wurde dazugebaut.
Die Erfolgsstory fand, wie so viele andere, 1914 ihr Ende, als der Erste Weltkrieg ausbrach. Die Hotels blieben geschlossen, aber man hatte ja finanziellePolster und vergrub sich murmeltiermässig für vier Jahre.
Erst im Jahre 1925 wurden die Hotels winterfest. Es wurde eine Zentralheizung installiert und die Wengernalp-Zahnradbad musste auf Winterbetrieb umstellen. Das moderne alpine Skifahren wurde erfunden. Und mit dieser Erfindung kamen die Engländer. Dies erklärt auch den gewissen englischen «Touch» des Hotels «Bellevue», welcher bis heute geblieben ist.
