Album-Kritik: Lana Del Rey «Born to Die»
Optisch jedenfalls ist sie wandlungsfähig, macht mal auf Blumenmädchen, mal auf Gangsterbraut: Lana Del Rey.
Wo man derzeit auch hinhört, was man auch liest, Lana Del Rey wird allerorten dermassen hochgejubelt, dass sich beim einen oder der anderen der Überdosis-Reflex bemerkbar macht: man findet gar nicht cool, was die Dame macht. Ganz und gar unbestechlich, zumindest, wenn es um die Beurteilung von Musik geht, ist Gregi Sigist: Der DRS 3-Musikredaktor traut nur seinen eigenen - gestrengen - Ohren. Hier seine Beurteilung des Albums:
Kein Killer-Album
Was mit «Video Games» und «Blue Jeans» grossartig begann, endet auf «Born to Die» in einer eher uninspirierten Zusammenstellung relativ belangloser Popsongs. Zuviele Streicher verstreichen den Popschmalz und wer sich nicht ganz diszipliniert hinsetzt, um das Album komplett durchzuhören, ist versucht, sich bloss durchzuzappen und nur bei den erwähnten Knüllersongs auszuharren.
Der Name ist Programm
Schade, jetzt steigt mit «Born to Die» ein vielleicht schon halbtotes Album hoch in die Hitparade ein.
Gregi Sigrist/Eva Watson
