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Pop-Geschichten: Fernweh

Patent Ochsners «Bälpmoos» entstand nur deshalb, weil Büne Hubers Arbeitsweg an dem kleinen Flugplatz in Bern vorbeiführte. Der Zufalls-Song ist mit 39.49% Sieger in der Kategorie «Fernweh» und zieht ins Halbfinale ein.

Auf dem unbeliebten zweiten Platz landet mit 37.8% «Heiweh» vom Ritschi von Plüsch. Darauf folgt Kuno Laueners musikalische Reise «Bümpliz-Casablanca», dicht gefolgt von «Uf u dervo» von Gölä.


Patent Ochsner: «Bälpmoos»

«Bälpmoos» – dieses Lied wurde zum Überflieger für Patent Ochsner und bedeutete den Take Off ihrer Karriere. Sänger Büne Huber erzählt, dass der Song in seiner ersten Version eine Satire gewesen sei über all die Hobbypiloten, die jedes Detail über jeden Flugzeugtyp auswendig kennen. Erst später schrieb er den Text zur persönlichen Fernwehhymne um, wie wir sie kennen.

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Plüsch: «Heimweh»

Wenn sich nach langer Zeit das Fernweh plötzlich in ein Heimweh zurückverwandelt, davon handelt der erste Hit von Plüsch. Ritschi, Kopf und Stimme von Plüsch, vermutet, der Erfolg des Songs komme daher, dass jeder von uns das Gefühl von Heimweh kenne. Dass im Lied die typischen Schweizer Klischees von Bergen und Schokolade bedient werden, spiele bei den Hörern keine Rolle, meint Ritschi. Jeder erinnere sich an seine eigene Heimweh-Geschichte, wenn er das Lied höre. So entstand der Song nämlich auch: Bei einer Abschlussreise in Zusammenarbeit mit seiner damaligen Schulklasse.

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Züri West: «Bümpliz Casablanca»

Als Züri West 1989 ihr zweites Album «Bümpliz-Casablanca» herausbrachten, lag ihr ewiger Hit «I schänke dr mis Härz» noch in weiter Ferne. Die Band um Frontmann Kuno Lauener experimentierte und schaffte sphärische Songs. Kuno Lauener erzählt über den Titelsong des Albums, über seine Vorbilder und überrascht mit der Aussage, er sei ein richtiger Reisemuffel.

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Gölä: «Uf u dervo»

Gölä hatte schon immer Fernweh, so weit er sich erinnern kann. Schon im Schulzimmer hätte er «am liebsten das Fenster zerschlagen», damit er «uf u dervo» kann. Schon mit seinem ersten Job auf dem Bau finanzierte er sich seine ersten Ferien in Australien. Und nach seinem sensationellen Erfolg mit dem Debüt-Album «Uf u dervo» 1998 kehrte er für längere Zeit zu den Kängurus zurück. Keine Frage: Wenns um Fernweh geht, kann uns Gölä was vorsingen!

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Marvin: «Holiday»

Fernweh, ein Thema, das im Schweizer Pop und Rock seit 30 Jahren immer wieder auftaucht. Schon Rumpelstilz sangen darüber, später auch Patent Ochsner, Züri West oder Plüsch. Man will weg, bleibt schlussendlich aber trotzdem zu Hause - in Bümpliz oder Bälpmoos. Die Fribourger Indie-Popband Marvin hat diesem Fernweh-Gefühl einen grossen Teil ihres Erfolgs zu verdanken. Ihr Hit „Holiday" öffnete ihnen diverse Türen. Welche, das erzählt Marvin-Sänger/Gitarrist Stefan Schmid in unserer Jahresserie DRS 3 Popgschicht.

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Woche 22: Fernweh
 

Schlussergebnis

 
Züri West «Bümpliz Casablanca»
9.92%
Marvin «Holiday»
2.93%
Patent Ochsner «Bälpmoos»
39.49%
Gölä «Uf u dervo»
9.86%
Plüsch «Heimweh»
37.8%
DRS 3 Pop-Geschichten: Die Übersicht
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