(Collection Rolf Heyne)
Das Festival
Die Veranstalter konnten den Horden keine verlässliche Infrastruktur bieten, für viele waren die drei Tage im August 1969 die Hölle. Pete Townshend von The Who: «Es war schlicht ein grässliches Event - die haben mir sogar LSD in den Kaffee geschüttet!»
Auch Schweizer Ur-Rowdy Bobby Leiser erinnert: «Es war eine hundsmiserable Organisation. Die Leute kamen nicht mehr vorwärts, waren blockiert. Alle waren völlig auf Drogen - es war eine Katastrophe.» Drei von 500'000 Besuchern überlebten das Wochenende nicht, weitere 500'000 schafften es gar nie aufs Gelände, weil sie auf dem Highway stecken blieben.
In Woodstock geschah auch Skurriles
Carlos Santana spielte sein Konzert auf einem Meskalin-Trip, weil er glaubte, er hätte Zeit genug, vor dem Auftritt noch runterzukommen - Künstlerkollege und Grateful-Dead-Sänger Jerry Garcia hatte ihm eine falsche Zeit für seinen Auftritt angegeben.
Wegen des strömenden Regens und Problemen mit der Technik während des Auftritts von Grateful Dead bekam Gitarrist Bob Weir einen elektrischen Schlag, der ihn «zwei, drei Meter» nach hinten schleuderte.
The Who-Gitarrist Pete Townshend prügelte während seines Auftritts mit seinem Instrument einen Demonstranten von der Bühne, der gegen die Verhaftung eines Freundes protestieren wollte.
