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Pop-Geschichten: Liedermacher

Gegenüber dem «Singer-Songwriter», dem «Cantautore» oder dem «Auteur-Compositeur-Interprète» nimmt sich der deutschsprachige Begriff «Liedermacher» beinahe etwas brav und selbstgestrickt aus.

Aber der Eindruck trügt. Mani Matter - der «Urvater» unserer modernen Schweizer Liedermacher - setzte vor seinem Tod im 1972 die Latte hoch an mit seinen genial einfachen und zeitlosen Geschichten zur Schweizer Psyche. Kein Weg führte für die nächste Generation an ihm vorbei.

Und auch im DRS 3-Voting hat Mani Matter mit 60.74% Stimmen ganz klar die Nase vor.

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Mani Matter: «Ich han äs Zündhölzli azündt»

Der 1972 verstorbene Mani Matter hat in der Schweiz - nicht nur unter den Liedermachern - einen absoluten Sonderstatus. Seine Verdienste für die Schweizer Musik und Kultur werden auch entsprechend gewürdigt.

Vom Nachwuchsmusiker bis zum Bundesrat: seine Lieder werden gern und oft zitiert und obwohl sich Mani Matter selbst nie als Protest- und Politsänger verstanden hat, bieten einige seiner Lieder durchaus politischen Zündstoff.

Song-Ausschnitt hören Die Geschichte zum Song

 


Trummer: «Chunnt scho guet»

Mit seinem Album «Dr ganz Wäg zrugg» hat der Liedermacher aus Frutigen eines der schönsten Mundart-Alben der letzten Jahre abgeliefert. Durch die Single «Chunnt scho guet» wurde Trummers imaginäre Freundin und Begleiterin «Jenä» einem breiteren Publikum bekannt. Geschaffen hat Trummer die Figur «Jenä» allerdings bereits auf seinem ersten Mundart-Album «Im Schatte vo däm Bärg» und dass diese «Jenä» auch auf seiner nächsten CD eine Rolle spielen wird, ist in Stein gemeisselt. Grund genug also «Jenä» etwas näher kennen zu lernen.

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Linard Bardill: «Latte macchiatto»

Der 53-jährige gebürtige Churer und studierte Theologe ist ein Multi-Talent - als Schriftsteller und Liedermacher für Jung und Alt auf Bündnerisch und Rätoromanisch. In «Latte macchiato» markierte er im 2005 mit feiner Ironie den weltoffenen Schweizer des Starbucks-Zeitalters und braute sich in seiner übergrossen Tasse aus den thailändischen Ferien den perfekten Kaffee mit makellosem Schaum für einen langen Tag am PC.

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Walter Lietha: «Dia Fahrenda»

Walter Liethas «Dia Fahrenda» aus dem Jahr 1977 schaffte im 2007 - quasi zum 30-jährigen Jubiläum - dank Sophie Hungers Neuaufnahme den Sprung in die nächste Generation. Und Liethas Lied über unser zwiespältiges Verhältnis zu fremder Kultur im eigenen Land hat tatsächlich nichts an Aktualität verloren: Ängste, Zweifel, Vorurteile, aber auch Faszination für Menschen, die uns für einen Moment aus dem täglichen Tramp holen können.

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Tinu Heiniger: Matter

Elvis Presley wird in Amerika auch heute noch mit schöner Regelmässigkeit gesichtet. Da erstaunt es nicht, wenn der Berner Liedermacher und Matter-Fan Tinu Heiniger im 2004 gehört hat, dass «King Mani» gerade am Bahnhof Rorschach gesehen worden sei. Zu gerne würde er von ihm erfahren, was er zur Zeit so treibt und schreibt - und ihn spüren lassen, welche Lücke sein viel zu früher Unfalltod hinterlassen hat.

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Schnellsuche:
Woche 28: Liedermacher
 

Jede Woche werden fünf Songs zu einem Thema vorgestellt. Während der Woche wählt Ihr hier die beste Pop-Geschichte. Der Gewinner-Song der jeweiligen Woche wird am Freitag gekürt und qualifiziert sich für die Finalphase, die im Herbst 2010 ausgetragen wird. Gebt hier Eurem Favoriten die Stimme!

Schlussergebnis

 
Mani Matter: «S'Zundhölzli»
60.74%
Trummer: «Chunnt scho guet»
18.72%
Linard Bardill: «Latte macchiatto»
6.06%
Tinu Heiniger: «Matter»
6.77%
Walter Lietha: «Dia Fahrenda»
7.71%
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