DRS 3 Album-Kritik: Sophie Hungers Neue ist wunderbar
Sophie Hunger, wie sie sich auf dem Album-Cover inszeniert. «Ich weiss noch heute nicht, ob ich die Hände hoch halten oder helfen soll.»
Das Bild, das auch Sophie Hungers Album ziert, gibt zu reden. Ein Bild, auf dem Sophie Hunger die Künstlerin Maria Lassnig zitiert. Sie erschrecke noch heute, wenn sie sich selbst in dieser Pose auf dem Plattencover sehe, sagt Sophie Hunger.
Das Bild habe sie an einer Ausstellung der österreichischen Künstlerin gesehen, in Wien. Sie sei sofort fasziniert gewesen, erschrocken auch. «Ich habe das Bild das ganze Jahr mit mir herumgetragen. Ich hatte das Gefühl, sie habe den Nagel auf den Kopf getroffen mit diesem Bild.»
«Genug herrschsüchtig»
Sophie Hunger hat selbst produziert, die Kontrolle komplett übernommen, gab das finale OK für die Songs. «Dafür bin ich genug herrschsüchtig, aber ich habe noch nie etwas entschieden, das die anderen abgelehnt hätten.»
Dazu gekommen ist auch eine gewisse Begeisterung für die elektronischen Möglichkeiten im Studio. «Ich habe das Studio zum ersten Mal als Instrument angesehen. Da stehe ich aber noch ganz am Anfang.»
Ausverkaufte Konzerte
In den nächsten Monaten wird Sophie Hunger auf der Bühne stehen, eine grosse Tour durch die Schweiz steht an. Gestartet wird dort, wo alles angefangen hat: Im kleinen Zürcher Konzertklub Helsinki im Kreis 5.
«Langsam muss es wieder los gehen», sagt Sophie Hunger auf DRS 3 über den Tour-Start. «Jetzt haben wir zwei Monate lang Pause gehabt, ich weiss gar nicht mehr, was machen.» (jam)
