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  • DRS 3 Album-Kritik: Hurts präsentieren makelloses Debüt :

29.08.2010

Charts-Interview mit Hurts: Wieso sich im Duo bessere Musik machen lässt

Sie sind die meistgehypte Band des Jahres: das britische Duo Hurts. Jetzt bringen die beiden Briten ihr erstes Album heraus - und erzählen, wieso sie bessere Musik machen, seit sie ein Duo sind.

Zwei Hipster machen Musik: Ihre kühle Optik sei von Kultregisseur David Lynch inspiriert, sagt Sänger Theo Hutchcraft (links).

DRS 3 Album-Kritik: Hurts präsentieren makelloses Debüt

Keine andere Band hat dieses Jahr so viele Vorschusslorbeeren bekommen wie Hurts. Gerade mal zwei Songs kannte man - dennoch war die Vorfreude riesig.

Jetzt ist das Album da, und «Happiness» ist makellos, wie DRS 3-Musikredaktor Gernot Jörgler in der Album-Kritik festhält.

Doch die Schweiz hat die Songs schon ein bisschen früher als geplant kennen lernen dürfen - weil Kelis ausfiel.

Kurzfristig sprangen Hurts ein und gaben eines der besten Konzerte der Festival-Saison.

Kühle Optik
Wir haben uns die beiden Jungs backstage gekrallt, wollten sie kennen lernen. Und da waren sie, Theo Hutchcraft und Adam Anderson. Schniek wie immer: Geschniegelt im Anzug, die Haare perfekt gescheitelt - alles am rechten Fleck.

«Wir waren lange arbeitslos und mussten aufs Arbeitsamt. Die einzige Möglichkeit, unsere Würde zu behalten, war, uns schick anzuziehen», erzählt Frontmann Theo. Auch die kühle Optik ihrer Pressefotos fällt auf. Die Inspiration dazu sei von Kultregisseur David Lynch gekommen, sagt Theo.

Ausserdem hätten sie nicht mit Style auffallen wollen, kokettiert er. «Wir wollten die Art, wie wir uns optisch präsentieren, ganz reduziert halten - um der Musik eine grössere Plattform zu bieten.» Natürlich ist es genau dieser Style, der zum Hype beigetragen hat.

80er-Sound
Der Hurt-Sound erinnert an die Bands der 80er, an Joy Division, Tears For Fears oder Depeche Mode. Obwohl die Jungs in den 90er-Jahren gross geworden sind. «Wir sind in den 90er-Jahren aufgewachsen, zu dieser Musik haben wir eine emotionale Bindung. Die 80er können wir objektiver betrachten.»

Die 80er seien allerdings nur ein Ausgangspunkt, doch sie hätten sich auch in den 90ern bedient und bei der aktuellen Musik - und in die Zukunft geschaut. Ausserdem bräuchten sie ja ohnehin elektronische Elemente; sie seien ja schliesslich nur zu zweit.

Keine Diskussionen, bitte
Die beiden Hurts-Mitglieder haben vorher beide in Bands gespielt - auch zusammen. Doch die Zusammenarbeit im Duo sei besser, sagt Theo Hutchcraft. «Da ist weniger Demokratie, man kann schneller entscheiden.»

Ausserdem gefielen ihm die Kontraste, die im Duo entstünden. «Wenn wir alleine Musik machten, würde sie anders klingen.» So ist ein Album entstanden, was melancholische Texte mit fröhlichen Klängen mischt - oder umgekehrt. (jam)

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Das komplette Hurts-Interview von DRS 3-Moderator Simon Steuri
Hören (6:21)



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