DRS 3 Album-Kritik: Hurts präsentieren makelloses Debüt
Hurts orientieren sich sowohl musikalisch wie auch modisch am Style der 80er-Jahre.
Die beiden Jungs von Hurts, Theo Hutchcraft und Adam Anderson, machen das recht schlau auf ihrem Debüt «Happiness»: Zu beschwingten Melodien gibts traurige Texte - und zu pessimistisch-melancholischen Tönen optimistische Texte. Hutchcraft sagt dazu: «Ich bin eher der Optimist, Adam mehr der Realist».
Kennengelernt haben sich die beiden Musiker vor vier Jahren bei einer Schlägerei vor einem schäbigen Night Club in Manchester. «Ein lausiger Club. Das war vor Jahren. Als wir den Club verlassen haben, haben Freunde von uns eine Schlägerei angefangen. Da begann alles.»
Eine Hommage an die 80er
Beider offensichtliche Vorliebe für den Sound der 80er haben aber zur musikalischen Zusammenarbeit geführt. So ist aus «Happiness» quasi eine Hommage an die 80er geworden.
Unüberhörbar sind die Einflüsse der grossen Stars von damals - von Depeche Mode über Tears for Fears bis zu Joy Division, berühmt für die düstere Atmosphäre in ihren Songs. Genau dieses Dunkle gefällt den Mannen von Hurts, da es Pop spannender mache, wenn man es integriere.
Auch die Produktion des makellosen Synthie Pop-Werks erinnert an die 80er Jahre: Das Album kommt klinisch daher, glasklar und schon fast steril.
Und das Konzept scheint anzukommen: So landeten Hurts dieses Jahr bei der renommierten «BBC Sounds of 2010»-Wahl auf Platz 4, obwohl bis dahin noch keine ihrer Singles erschienen war und die beiden erst wenige Konzerte gegeben haben. (gj)
