Musik-Labor DRS 3: Wir mischen Jodel und Rap!
Rapper Knackeboul, Jodlerin Nadja Räss und DRS 3 Moderator Nik Hartmann.
Es beginnt wie in einem Kuchenrezept: Man nehme eine Jodelvirtuosin und einen Freistil-Rapper, und mische die beiden zu gleichen Teilen. Anders als beim Kuchenrezept steckt man das Ergebnis nicht bei 180 Grad eine Stunde in den Backofen, sondern eine halbe Stunde bei humaneren 25 Grad ins DRS 3-Studio.
DRS 3 hat diese Rezeptur fein säuberlich befolgt. Auftritt Nadja Räss und Knackeboul. Nadja Räss ist eine der vielseitigsten Jodlerinnen der Gegenwart und Knackeboul ist Rapper und Beatboxer, will heissen: ein menschliches Schlagzeug.
Harmonie? 12 Points.
«Kennt ihr euch?» will DRS 3 Nik Hartmann von den beiden wissen. Wie sich herausstellt, ist`s eine Premiere, das geplante kongeniale Duett könnte demnach monstermässig in die Hosen gehen. Aber siehe da: Nadja Räss und Knackeboul verstehen sich prächtig, harmonieren wie Tiramisu und Espresso.
«Gell, zum Rappen wäre ein 4/4-Takt gäbig?», fragt Nadja und hat damit bei Knackeboul schon einen Stein im Brett. Danach ist Staunen angesagt. Erst staunt Nadja Räss über das menschliche Schlagzeug Knackeboul, der mit Zungenschlag, Knack-, Zisch- und Summ-Lauten ein ganzen Perkussionsorchester imitiert.
Mithören, mitstaunen
Dann ist Knackeboul an der Reihe mit Bauklötze staunen. Nadja Räss jodelt wie auf Knopfdruck erst eine langsamere Jodelversion und legt gleich mit einer schnelleren, kraftvolleren Version nach. Langsam aber sicher verschmelzen das Beatboxen und das Jodeln, und als Knackeboul dann auch noch einen Ad-hoc-Sprechgesang darüber rappt, ist es an Nik Hartmann, den Kiefer zu lockern.
Damit der Mund schon offen stehen kann vor lauter Staunen. Hühnerhaut-Alarm bei Nik Hartmann. Hört mit, staunt mit! (ra.)
