• Nachrichten
  • Blogs
  • Jeder Rappen zählt
  • Meine Meinung
  • Podcasts
  • Programm
  • Radiokiosk
  • Spiele
  • Themen
  • Über uns
  • A
  • A
  • A
  • Radio ein
  • Empfang
  • Hilfe
  • Kontakt
  • Home
  • Mein DRS
  • Themen:
    • Musik
    • Panorama
    • Veranstaltungen
    • Digital
    • Leben heute
    • Unterhaltung
    • Wissen
    • Sport
    • Nachrichten
  • Die neuesten Dossiers zu «Panorama»
    • Unsere Nachbarn: Fluch oder Segen?
    • Groschenromane – Schund oder Literatur?
    • DRS 3 verschenkte einen Single
    • Crashkurs Wirtschaft
    • DRS 3 schweigt
    • Alle Dossiers
  • Programme
    • SR DRS
    • DRS 1
    • DRS 2
    • DRS 3
    • DRS 4 News
    • DRS Musikwelle
    • DRS Virus
    • Radio Swiss Classic
    • Radio Swiss Jazz
    • Radio Swiss Pop
  • Panorama:

Letztes Update: Donnerstag, 24.2.2011

Libyen-Kenner: «Söldner einzusetzen, war ein kapitaler Fehler von Ghadhafi»

Das Volk rebelliert, Soldaten desertieren, Libyens Diktator Ghadhafi kämpft um die Macht – und verlässt sich laut Augenzeugen auf Söldner aus dem Ausland. Beat Stauffer, Journalist und Libyen-Kenner, über das brutale Söldner-Geschäft.

Mit dem Vermitteln von Söldnern in Krisengebiete verdienen darauf spezialisierte Firmen Milliarden.

«Ghadhafi verleugnet seine Angst»: Ein Psychogramm

Woher kommen die Söldner in Libyen?
Die meisten Söldner kommen aus den Staaten südlich der Sahara: Niger, Tschad, Mali, Sudan. Offenbar sind aber auch Söldner aus asiatischen und europäischen Ländern im Einsatz.

Wie viele Söldner sind zurzeit in Libyen?
Schätzungen gehen von ein paar Tausend bis zu 30'000 Söldnern. Die tatsächliche Zahl bleibt das Geheimnis von Ghadhafi.

Wurden die Söldner in den letzten Tagen rekrutiert, oder waren sie bereits im Land?
Die meisten Söldner in Libyen, die jetzt als eigentliche Killerkommandos agieren, waren bereits im Land. Aber Ghadhafi  hat wohl kurz nach dem Sturz von Ben Ali kurzfristig noch zusätzliche Söldner angeheuert, die für ihn die Drecksarbeit machen. Das Söldnertum hat in Libyen eine lange Tradition - ein Unikum in Nordafrika.

Es wurden sicher auch nordafrikanische Immigranten, die bereits lange im Land waren, als Söldner verdingt. Ghadhafi liess sich einst als «König von Afrika» krönen. Damit lockte er viele Menschen nach Libyen, die versuchten der Armut ihrer Heimat zu enfliehen.

Wie spezialisiert sind die Söldner?
Es gibt in Libyen auch Söldner, die als Kampfpiloten im Einsatz sind, die die demonstrierende Bevölkerung aus der Luft beschiessen. Das sind hochspezialisierte Fachkräfte, die vor allem aus dem Libanon und Syrien kommen.

Was ist die Hauptaufgabe der Söldner?
Für Terror auf der Strasse zu sorgen, ist die Hauptaufgabe der Söldner in Libyen. Ghadhafi  ist ein unglaublich durchtriebener und brutaler Machtpolitiker. Er weiss, dass es heikel ist, die eigenen Soldaten einzusetzen, um einen Aufstand niederzuschlagen. Denn die Soldaten könnten sich ja weigern, auf die eigenen Leute, auf den eigenen Stamm, zu schiessen. Söldner können die Sprache nicht, kennen das Land nicht und leben vollkommen abgekoppelt von der einheimischen Bevölkerung.

Sind diese Söldner loyal bis zur letzten Kugel?
Die Söldner haben nur eine beschränke Loyalität mit dem Ghadhafi-Regime. Wenn sie eine Möglichkeit finden, um zu flüchten, dann werden sie das im letzten Moment vermutlich tun. Sie machen einen sehr gut bezahlten Job, aber eben nur einen Job.

Damit sind die Söldner nicht die letzte Rettung für Ghadhafi?
Nein, man kann auch nicht mit 30'000 Söldnern, die ausschliesslich als Heckenschützen fungieren, mittelfristig oder gar langfristig ein Regime stützen. Ein Regime kann sich nicht auf eine Killertruppe abstützen.

Die Brutalität der Söldner ist also im Endeffekt kontraproduktiv für's Regime?
Der Söldner-Einsatz ist absolut kontraproduktiv. Es ist ein ähnliches Phänomen wie beim Fall von Tunesien. Die Killerkommandos brachten einen grossen Teil der Bevölkerung gegen das Regime auf - allen voran einfache Soldaten und Polizisten. Die Söldner einzusetzen, war ein kapitaler Fehler von Ghadhafi. (cam/che)

Beitrag weiterempfehlen Facebook Share / Facebook Like Twitter Google+ Email
  • …auf Facebook kommentieren.
    Facebook
  • …auf Twitter kommentieren.
    Twitter
  • …per E-Mail versenden.
    E-Mail
  • …auf Facebook empfehlen.
    Facebook Recommend
  • …auf Google+ kommentieren.
    Google +1

Interview mit Libyen-Kenner Beat Stauffer zu Ghadhafis Einsatz von Söldnern
Hören (2:05)

Dossier, Letztes Update: Mittwoch, 7.3.2012

Libyens Aufbruch in eine ungewisse Zukunft

Ermutigt von den Protesten in der arabischen Welt gehen ab Februar 2011 auch in Libyen immer mehr Menschen auf die Strasse. Ihr Protest richtet sich gegen den selbst ernannten «Revolutionsführer» Muammar Ghadhafi, der das Land seit Jahrzehn regiert.  Mehr


Arabische Regime unter Druck

Umbruch in der arabischen Welt: Was im Dezember 2010 in Tunesien mit den Protesten gegen das dortige Regime begann, ist längst zu einer Massenbewegung in der Region geworden. Der «Arabische Frühling» treibt Hunderttausende auf die Strassen, die politische Reformen und mehr Mitbestimmung fordern.  Mehr


Mehr zum Stichwort:

  • Libyen

Schnellsuche:
Porträt: Muammar Ghadhafi

Ghadhafi putschte sich 1969 an die Macht und wollte Libyen in ein goldenes Zeitalter der Volksherrschaft führen. Doch sein Grössenwahn wurde ihm schliesslich zum Verhängnis.  Mehr

Ghadhafi-Zitate: Weltbild eines Unberechenbaren

Libyens Machthaber Muammar Ghadhafi hat in den mehr als vier Jahrzehnten seiner Herrschaft mehrfach mit skurrilen Äusserungen für Kopfschütteln gesorgt. Auch die Schweiz thematisierte er dabei.   Mehr

Mehr zu Panorama
  • Freitag, 25.5.2012Dragovic entschuldigt sich bei Ueli Maurer
  • Freitag, 25.5.2012Unsere Moderatoren pflegen den Euro-Rasen
  • Donnerstag, 24.5.2012Müslüm: «Das Süpervitamin ist eine Art Frequenztherapie»
  • Montag, 21.5.2012Mehr Hotelübernachtungen dank schlechtem Image
  • Sonntag, 20.5.2012Weisch no? Erinnerungen an TV-Momente mit Kurt Felix
  • Alles zu Panorama
  • AGB
  • Datenschutz
  • Webmaster
  • Impressum
Schweizer Radio und Fernsehen
  • SF
  • RTS
  • RSI
  • RTR
  • swissinfo
  • 3SAT
SRF Schweizer Radio und Fernsehen, Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft