Solothurner Filmtage: «Bottled Life»
Nestlé macht heute schon einen Zehntel seines Gesamtumsatzes von 110 Millarden Schweizer Franken mit Flaschenwasser. (www.bottledlifefilm.com)
«DER FALSCHE FILM, ZUR FALSCHEN ZEIT» So urteilte Nestlé-Kommunikationschef François-Xavier Perroud, als ihm der Schweizer Journalist Res Gehriger und sein Team ihr Dokumentarfilm-Projekt «Bottled Life» vorstellten. Das war 2007.
Inzwischen hat Nestlé einen neuen Head of Corporate Media Relations. Doch Nestlés Verweigerungshaltung ist ungebrochen. Der grösste Lebensmittelkonzern der Welt wollte dem Filmteam zu seinen Wassergeschäften kein Interview geben, doch
Res Gehriger hat den Film trotzdem gemacht. Er recherchierte in den USA, in Nigeria und in Pakistan und befragte unter anderem Maude Barlow, UN-Chefberaterin für Wasserfragen 2008/09, die sagt: «NESTLÉ IST EIN RAUBTIER, EIN WASSERJÄGER.»
Informativ und gut recherchiert
DRS 3 Film-Kritiker Reto Bär hat den Film gesehen und würde ihn jedem empfehlen: «Der Film ist ein Wake Up-Call. Jeder, der sich als kritischer Schweizer betrachtet sollte den Film sehen. Er ist sehr gut recherchiert und zeigt vieles auf, das uns wasserverwöhnten Schweizern gar nicht bewusst ist.»
«Bottled Life» läuft an den Solothurner Filmtagen im Rahmen der Sektion «Prix de Soleure»
