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Letztes Update: Mittwoch, 17.3.2010

Grounding: Der Tag, an dem die Swissair starb

Das war ein Schock: Am 2. Oktober 2001 mussten sämtliche Flieger der Swissair am Boden bleiben. Die Grossbanken drehten den Geldhahn zu, der Sanierungsplan scheiterte. Dieses Debakel löste in der Schweiz einen Schock aus. Das beliebte Traditionsunternehmen stand vor dem Aus.

Das Geld ging aus: Swissair-Maschinen stehen auf dem Flughafen Zürich fest.

Hier die Chronologie der Ereignisse:

26. März 1931
Am 26. März 1931 wurde die Swissair — Schweizerische Luftverkehr AG durch die Fusion der Fluggesellschaften Ad Astra Aero (Gründungsjahr 1919) und Balair (Gründungsjahr 1925) gegründet.

6. Dezember 1992
Durch das Nein des Schweizer Stimmvolks zu den EWR-Verträgen wird das bilaterale Luftverkehrabkommen Schweiz-EU blockiert. Der Swissair ist der freie Zugang zum europäischen Markt verwehrt.

Dezember 1994
Swissair erwirbt 49 Prozent an der belgischen Sabena.

Januar 1997
Der Swissair-Konzern wird zur SAirGroup mit Philipp Bruggisser als Chef. Beginn der «Hunter»-Strategie: Expansion durch Kapitalbeteiligungen bei nationalen und regionalen Gesellschaften wie Volare, Air Littoral, LTU, AOM, South African Airways, LOT.

August 2000
Ein McKinsey-Bericht warnt SAir vor einer Finanzierungslücke von 3,2 bis 4,5 Mrd. Franken.

23. Januar 2001
SAir-Chef Philipp Bruggisser tritt nach Verlusten bei den Beteiligungen zurück. Die «Hunter-«Strategie wird beerdigt. Beginn des Rückzugs aus den meisten Beteiligungen.

15. März 2001
Mario Corti übernimmt das VR-Präsidium und die Konzernführung.

29./30. September 2001
Das Projekt «Phoenix» wird erarbeitet. UBS und CSG kaufen die Crossair-Aktien der SAirGroup. Teile des Swissair-Flugbetriebs werden durch Crossair übernommen. Die Banken bieten einen Überbrückungskredit von rund 1 Mrd. Fr. zur Rettung des Fluggeschäfts.

1. Okt. 2001
Der Swissair-Verwaltungsrat akzeptiert das Bankenangebot. Swissair gibt die Selbstständigkeit auf. Für SAirGroup, SAir Lines und Flightlease werden Nachlassstundung beantragt.

2. Okt. 2001
Da die Swissair trotz Interventionen Cortis und des Bundesrats zu spät Zugriff auf die zugesagte Kreditlinie erhält, kann die Gesellschaft den Flugtreibstoff nicht zahlen. Wegen des gravierenden Liquiditäts-Engpasses verfügt Corti um 15.30 Uhr das Grounding der Flotte. Rund 400 Flüge fallen aus, über 38 000   Passagiere sitzen fest.

3. Oktober 2001
Mit einem Hilfskredit von 450 Mio. Fr. durch Bund und Grossbanken kann das Fluggeschäft wieder aufgenommen werden.

31. März 2002
Während die Swissair den Betrieb einstellt, startet die neue Schweizer Fluggesellschaft Swiss.

22. März 2005
Nach starker Flotten-Reduktion wird die defizitäre Swiss von Lufthansa gekauft.

September 2005 und März 2006
Nachlassverwalter Wüthrich reicht Zivilklagen gegen die Swissair-Spitze ein. Seither verhandeln die Anwälte. Noch keine Lösung.

Ab März 2006
Staatsanwaltschaft Zürich erhebt Anklage gegen 19 frühere Swissair-Top-Manager und Verwaltungsräte. In Bülach kommt es Anfang 2007 zu einem Monsterprozess. Alle Angeklagten werden freigesprochen. Auch das Berufungsverfahren vor dem Zürcher Obergericht endet in Freisprüchen.

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Swissair-Grounding
Hören (2:08)

Die schwersten Unfälle der Swissair

Der Absturz des Swissair-Kurses 111 bei Halifax vor zehn Jahren war, gemessen an der Zahl der Opfer, das schwerste Unglück der ehemaligen schweizerischen Fluggesellschaft Swissair. Die schwersten Flugzeugunglücke der Swissair und ihrer Tochter Crossair:   Mehr


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