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Montag, 15.3.2010

0er Literatur: Martin Suter ist der Mann der Stunde

Eine Auflistung der Schweizer Autoren, die die 0er Jahre geprägt haben, kann nie vollständig sein. Trotzdem wagt DRS 3-Bucherexpertin Tania Kummer einen Versuch und findet: Der grosser Überflieger der Nullerjahre - in puncto Produktivität, Abbildung seiner Zeit und Verkaufszahlen - ist Martin Suter.

Ein über die Grenzen hinaus bekannter und beliebter Autor ist Martin Suter

Der Koch
von Martin Suter

Buch
CHF 38.90

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Grundsätzlich haben sich die Schweizer Autoren 2000 - 2009 mit Themen beschäftigt, die im «richtigen» Leben fussen, im Gegensatz zum allgemeinen Fantasytrend à la Harry Potter.

Eine mögliche Leseliste...
«Am Hang» (2004) von Markus Werner nennt man gerne, wenn man Schweizer Literatur empfiehlt, Tim Krohn machte sich 2007 mit «Vrenelis Gärtli» bekannt, auf den Roman «Ohio» (2005) von Ruth Schweikert hat man mit Spannung gewartet, der «Nachtzug nach Lissabon» (von Pascal Mercier, erschienen 2004) verleitete zum Träumen und Schwärmen, Rolf Lappert hat mit «Nach Hause schwimmen» (2008)  und Ilma Rakusa mit «Mehr Meer» (2009) den Schweizer Buchpreis gewonnen, der Debütroman von Lukas Bärfuss «Hundert Tage» (2008) fand grosse Beachtung.

...bewusst unvollständig
Und auch wenn sich Namen wie Milena Moser, Peter Stamm, Christian Haller, Angelika Waldis, Urs Widmer, Lukas Hartmann, Federica de Cesco, Zoë Jenny, Martin R. Dean, Alex Capus, Katharina Faber, Thomas Hürlimann, Hansjörg Schertenleib, Charles Lewinsky, Eveline Hasler oder Matthias Zschokke zur Liste gesellen, hat diese keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Martin Sutter, der Mann der Stunde
Ein über die Grenzen hinaus bekannter und beliebter Autor ist Martin Suter, der in den Nullerjahren durch seine Produktivität und dank anderer Komponenten zum erfolgreichen Autor avanciert ist: Alles in allem wurden seine Bücher laut dem Diogenes Verlag in 25 Sprachen übersetzt und er hat bis dato drei Millionen Bücher verkauft.

Einerseits beeindruckt Suter mit den Themen seiner Werke: Sie sind immer aktuell und im Gespräch, wie zum Beispiel die Themenkomplexe Wirtschaft und Drogen in «Die dunkle Seite des Mondes» (2000) oder die vermeintlich kultivierte Kunst- und Kulturwelt in «Der letzte Weynfeldt» (2008).

Suter erzählt klar, spannend, mit leisem Humor und: Er zeigt die menschliche Seite seiner Figuren und damit Unzulänglichkeiten, die in uns allen wohnen, wie wohltuend, davon zu lesen.

Lesestoff der Zukunft
Dank dieser Komponenten feiert Suter Erfolge: Sein 7ter Roman «Der Koch» ist (Stand Woche 10) der Spitzentitel der Schweizer Bestsellerliste und bereits bei einer Gesamtauflage von 300 000 Exemplaren angelangt - der Diogenes Verlag musste noch nie so viele Bücher eines deutschsprachigen Autoren nachdrucken.

Es ist wahrscheinlich - und würde den Wunsch vieler Leser erfüllen - dass Martin Suter auch in den Jahren 2010 - 2019 viel Lesestoff liefert.

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