Das «Fräuleinwunder» im Musikgeschäft: Die Schrillen und die Stillen dominieren die Hitparade
Die schrille Pink versus die stille Norah Jones.
Es gab und gibt sie immer noch, die gewaltigen medialen Hypes um die neuen und jungen Frauenstimmen. Wie aus dem Nichts tauchen in den Hitparaden dieser Welt Solokünstlerinnen auf und feiern, meistens berechtigt, globale Erfolge.
Das «Fräuleinwunder» in der Hitparade
In den Nullerjahren konnte man dieses Phänomen ein paar Mal beobachten. Auf der einen Seite waren es die ruhigen, jazzigen Arrangements einer Norah Jones, die das Publikum kuschelwarm einhüllten. Auf der anderen Seite gaben Partyauftritte, wie zum Beispiel von Rockröhre Pink, fast mehr zu reden als ihre Gesangskünste.
Neun Millionen Fahrräder in Peking
Ins Lager der Stillen gehört nach Meinung von DRS 3-Musikredaktor Tom Schmidt Katie Melua. Geboren in Georgien, kann die in London lebende Künstlerin mit ihrem ruhigen und intimen Stil weltweit Erfolge feiern. Und seit ihrem Hit «Nine Million Bicycles» wissen wir auch alle, wie viele Fahrräder es in Peking gibt.
Durchgestyltes Durchstarten
2004 trat Gwen Stefani aus dem Schatten ihrer Band No Doubt. «Ihr öffentliches Auftreten ist immer voll durchgestylt - und mit Understatement. Sehr cool», findet DRS 3-Musikredaktor Tom Schmidt und zählt die Sängerin zu den schrillen Entdeckungen im Popgeschäft der Nullerjahre.
