In die Zukunft der Wirtschaft schauen - Die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich
Kontrolliert wichtige Daten für eine Wirtschaftsprognose: Yngve Abrahamsen von der Konjunkturstelle der ETH (DRS 3)
Ein paar Bürotische mit Computern und eine ganz normale Büroatmosphäre - in den Büroräumen der KOF gibt es auf den ersten Blick nichts Spezielles zu sehen, doch hier entstehen wichtige Wirtschaftsprognosen.
Konjunkturforschungsdaten kurz erklärt
Professor Jan-Egbert Sturm ist für die Prognosen der Konjunkturstelle verantwortlich und hilft diese zu analysieren: «Wir versuchen mit unseren Prognosen jeweils einen Blick auf die wirtschaftliche Situation zu werfen und gleichzeitig in die Zukunft zu blicken. Ein Grossteil unserer Tätigkeit besteht darin, Daten zu sammeln und die Zusammenhänge zu analysieren», so der Experte gegenüber DRS 3.
Eine Prognose entsteht eigentlich innert Kürze, doch die Analyse der Daten dauert oft mehrere Tage. «Der Computer macht zwar alle Ausrechnungen selber, aber die Eingaben und verschiedenen Gleichungen müssen manuell bearbeitet werden und das dauert. Für eine Prognose geben die verschiedenen Experten der KOF eine Einschätzung von ihrem Bereich ein, die dann systematisch aufbereitet und diskutiert wird», so Yngve Abrahamsen von der Konjunkturforschungsstelle. Die Daten werden dann in mehreren Sitzungen diskutiert.
Umfragen zur Richtigkeit
Um die Prognosen richtig analysieren zu können werden unter anderem Umfragen erstellt. Richard Etter ist zuständig für die Fragestellung der Firmen und weiss was es für eine ausgedehnte Fragestellung braucht: «Wir befragen hauptsächlich Industrieunternehmen sowie Dienstleistungs- und Bauunternehmen und stellen den ca. 6000 Betrieben jeweils einfache Fragen. Für uns ist es beispielsweise wichtig zu wissen ob der Bestellungseingang gestiegen oder gesunken ist und wie die Erwartungen für die nahe Zukunft sind. Nur so können wir eine zuverlässige Prognose gewährleisten,» so der Fachmann.
