Stummfilme: Die glorreichen Drei
Charlie Chaplin, Maria aus «Metropolis» und Cesare, den Somnambulen, aus «Das Kabinett des Dr. Caligari»
«Wir brauchten keine Dialoge. Wir hatten Gesichter!», sagt die verhärmte Diva Nora Desmond in Billy Wilders «Sunset Boulevard», dem grossen, bitteren Abgesang auf Hollywoods Stummfilmaera.
Zurück zu den Anfängen
Es ist mehr als 60 Jahre her seit Norma Desmonds bitteren Worten. Und mehr als 80, seit ein Stummfilm einen Oscar gewann. Acht Jahrzehnte lang erprobte die amerikanische Filmmetropole alle technischen Möglichkeiten, die fürs Kino überhaupt vorstellbar waren. Da gab es Technicolor, Cinemascope, Dolby Surround und – als vermeintlich letzter Hit – die dreidimensionale Digitalprojektion, kurz 3D.
Stummer Oscar-Favorit
Doch auf einmal wird das Unvorstellbare wahr: The Artist, stumm, in Schwarzweiss, und dem alten Normalformat, könnte nochmals einen Oscar gewinnen. Ein Film ohne Dialoge. Ein Film, der mit seinen Gesten und Gesichter bewegt.
Wenn ihr mit «The Artist» auch auf den Geschmack gekommen seid, hier die stumme Empfehlung von Reto Baer:
