Schrumpfkopf, Waffen, Drogen - Reportage vom Flughafenzoll Zürich
Daniel Tschudin, stellvertretender Leiter der Zollstelle am Flughafen Zürich. (DRS 3)
Von den Verkehrszahlen her ist die Wirtschaftskrise am Zürcher Flughafenzoll nicht spürbar, im Gegenteil: «Der Import ist - wegen des tiefen Wechselkurses - von 700 Millionen im Jahr 2010 auf 750 Millionen im Jahr 2011 gestiegen», so Daniel Tschudin, stellvertretender Leiter der Zollstelle Flughafen Zürich. Auch der Warenumschlag habe in den letzten Monaten eher zugenommen. Im Bereich Export seien die Zahlen stagnierend, doch einen Einbruch bemerke man nicht.
Erhöhte Schmuggelgefahr
Der Flughafenzoll ist zwar nicht direkt von der Wirtschaftskrise betroffen, doch durch die Krise steigt die Gefahr des Schmuggels: «Eine Belastung ist die Krise in unserer täglichen Arbeit nicht, doch man muss vermehrt darauf achten, dass Waren richtig anmeldet werden», so Daniel Tschudin weiter.
Der Leiter der Zollstelle hat ein Auge für Schmuggler und hat diesbezüglich bereits so einiges erlebt: «Ob Schrumpfkopf, Waffen oder Drogen - geschmuggelt wird immer. Ein spezieller Fall war ein Reisender, der in einem Schlangenkostüm über den Zoll gehen wollte. Das Kostüm wurde dann von uns beschlagnahmt und in der Asservaten-Kammer aufbewahrt.»
