Daniel Lampart: «Es ist genug Geld da, nur muss es gerechter verteilt werden.»
Daniel Lampart, Leiter des Sekretariats Schweizer Gewerkschaftsbund
«Arbeiten wir, um zu leben oder leben wir, um zu arbeiten?», fragt sich nicht nur Daniel Lampart. «Manchmal habe ich tatsächlich das Gefühl, dass wir nur auf der Welt sind, um zu arbeiten.»
Nach einer aktuellen Studie fühlt sich mehr als 1/3 der Arbeitnehmer in der Schweiz beruflich überlastet. Mit der Initiative «6 Wochen Ferien für alle» wollen die Initianten diesem Stress Herr werden - über diese Initiative werden wir am 11. März abstimmen.
«Arbeitnehmer fehlen nicht, weil sie in den Ferien sind, sondern weil zu wenige angestellt sind», fügt Daniel Lampart im Interview mit Caroline Lüchinger hinzu. Eine Arbeitsverkürzung bedeute auch immer, dass es mehr Arbeit für andere gebe. Es gebe zur Zeit genügend Arbeitslose in der Schweiz, die verzweifelt nach einem Job suchen würden.
«Sechs Wochen Ferien für alle wird sicher etwas kosten», räumt Daniel Lampart ein. «Aber die Löhne hinken noch stark dem Unternehmensgewinn nach. Es ist jetzt an der Zeit, dass die Arbeitnehmer wieder mal an die Reihe kommen. Es ist genug Geld da, nur muss es gerechter verteilt werden.»
