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Letztes Update: Mittwoch, 7.7.2010

Die Geschichte der Schweizer Hochhäuser

Mit der sogenannten Chicago School schossen zu Beginn des 20. Jahrhunderts vor allem in New York die Bauten in die Höhe. Die amerikanischen Skylines dienten als Vorbilder rund um den Globus. Auch die Schweiz wollte ab da immer mal wieder baulich hoch hinaus.

Der amerikanische Einfluss lässt sich nicht wegdiskutieren: Tour Bel-Air in Lausanne ist der erste Wolkenkratzer der Schweiz. (key)

Es gab drei Wellen des Hochhausfiebers in der Schweiz. Die erste, in der Zwischenkriegszeit, fand vor allem auf dem Papier statt, nur in Lausanne entstand die Tour Bel-Air. Der Schweizer Architekt Alphonse Laverrière entwarf das Gebäude und plante auch die Bauarbeiten, welche 1929 begannen. Im Jahr 1931 wurde der Turm fertiggestellt und im darauffolgenden Jahr eingeweiht. Er war somit der erste Wolkenkratzer der Schweiz. Die Begeisterung in der Schweizer Bevölkerung hielt sich darüber in Grenzen.

Symbol der Hochkonjunktur
Nach 1950 aber, in der sogenannten zweiten Welle, da wollten plötzlich alle ein Hochhaus, also ein Gebäude mehr als 25 Meter hoch. Diese stehen nun in der Schweizer Landschaft, kaum je in einem städtebaulichen Zusammenhang. Diese Hochhäuser sind meist Wohnhäuser und stehen auch als ein Symbol für die Schweizer Hochkonjunktur.

Mehr Turm als Haus
In der zweiten Hälfte der 90er Jahre begann die dritte Welle der Hochhäuser in der Schweiz - und diese hält immer noch an. Inzwischen geht der Trend weg von Hochhäusern im klassischen Sinn, man baut nun ehrgeizig Türme, 80 Meter oder höher.

Die Towers stehen auch nicht mehr am Rand der Städte, sondern im Zentrum. Die Türme sind mehr als Bürogebäude, sondern neu auch Wohntürme - nicht für den Mittelstand, sondern für urbane Besserverdiener, die sich den Überblick auf die Stadt leisten können. (che)

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Schweizer Hochhäuser – eine Auswahl mit Zukunft (Bildstrecke)
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