Game-Tipp: Zwei Trends, die das Gamen verändern sollen
An der «E3» in Los Angeles zeigt eine Promobeauftragte den Besuchern die neue «Nintendo 3DS». (key)
Auf neue Konsolen müssen wir uns vorerst nicht einlassen: Die Playstation 3 (Sony), die Xbox 360 (Microsoft) und die Wii von Nintendo sind in ihren besten Jahren - und lernen neue Tricks: Mit 3D-Spielen und Steuerung durch vollen Körpereinsatz.
Vor allem die Präsentation von Nintendo hat Eindruck gemacht. Auf der angekündigten «Nintendo 3DS» können wir in 3D spielen, ohne, dass wir dafür eine Brille brauchen.
Trend 1: Action in 3D
Nach dem Kino wird 3D auch in die Games drängen; Sony und Nintendo setzen darauf. Noch echter sollen sich die Spiele anfühlen, noch tiefer sollen wir in die Welten eintauchen können.
Bei der Playstation 3 von Sony reicht das Game in 3D aber nicht aus, wir benötigen ausserdem einen 3D-Fernseher und eine passende Brille - und darum ein dickes Portemonnaie. Nintendo überraschte mit einer wesentlich günstigeren Variante.
«Nintendo 3DS» ist die Weiterentwicklung der erfolgreichen mobilen Konsole von Nintendo. Damit bringt uns Nintendo brauchbares 3D ohne Brille - und reagiert auf die Herausforderung von Apple: Das iPhone ist für viele auch zur tragbaren Spielkonsole geworden.
Nintendo macht sich hierfür zu Nutze, dass man 3D ohne spezielle Brille erleben kann - wenn man von der richtigen Position aus auf das Display schaut. Für das Wohnzimmer untauglich, für eine tragbare Konsole durchaus brauchbar.
Trend 2: Bewegungssteurung
«Unser Körper wird zur Steuerung», jubelte Kudo Tsunoda vor der Presse. Tsunoda ist der Kreativchef hinter «Kinect», Microsofts Ansatz zur Bewegungssteuerung für die Xbox. Mit dieser Technologie erkennt die Konsole, was wir tun - ohne, dass wir mit einem Kästchen wie das der «Nintendo Wii» oder neu auch dem «Move» der Playstation herumfuchteln müssen.
Die Technologie dahinter ist spannend. Ein System aus mehreren Kameras - auch im Infrarotbereich - können unsere Bewegungen im dreidimensionalen Raum aufzeichnen. Dazu erkennt die Konsole auch unsere Stimme - wir werden rufen und springen, wenn wir gamen.
Um der Xbox diese Technologie beizubringen, brauchen wir ein neues Gerät (ca. 150 CHF). So aufregend die neue Hardware auch ist: Nur das gute Spiel zählt. Und hier haben Microsoft und Sony noch wenig gezeigt, das nicht wie eine Kopie der von der Wii bekannten Sportspiele (Tennis, Bowling) aussieht. (jam/beg)
Mehr zum Stichwort:
