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Donnerstag, 29.9.2011

Nokia streicht weitere 3500 Stellen

Der einstige Handy-Marktführer Nokia kämpft mit sinkenden Marktanteilen. Nun hat er einen weiteren Stellenabbau angekündigt. Weltweit werden 7500 Stellen verschwinden - im April war noch von 4000 Stellen die Rede.

Der finnische Handyriese Nokia zieht die Sparschraube an. Er streicht weitere 3500 Stellen. Das Werk im rumänischen Cluj mit 2200 Beschäftigten werde zum Jahresende geschlossen, kündigte das Unternehmen an. Nokia hatte die Fertigung 2008 gegen grossen Widerstand von Politik und Gewerkschaften von Deutschland nach Rumänien verlegt.

Ausserdem plant Nokia den Abbau von 1300 Arbeitsplätzen in der einst prestigeträchtigen Navigationssparte. Der Konzern war 2007 mit der fast sechs Milliarden Euro schweren Übernahme des Marktführers Navteq in das Geschäft eingestiegen. Seither lässt sich allerdings immer weniger Geld mit Navigationsangeboten machen.

Umstieg verschlafen
Die neuen Streichungspläne folgen dem bereits angekündigten Abbau von konzernweit 4000 Stellen, mit dem Nokia eine Milliarde Euro sparen will. Im traditionellen Handygeschäft hat Nokia den Umstieg auf die populären Smartphones verschlafen und leidet unter schwindenden Marktanteilen. Konkurrenten wie Apple , Samsung und HTC setzen dem einst unangefochtenen grössten Hersteller von Mobiltelefonen schwer zu.

In dem harten Konkurrenzkampf gab Nokia sein eigenes Betriebssystem auf und setzt seither auf ein Bündnis mit Microsoft, dessen Programme künftig auf den Apparaten der Finnen laufen sollen. Bereits vor dem Strategieschwenk hatte der damalige Vorstandschef Olli-Pekka Kallasvuo seinen Posten geräumt, der frühere Microsoft-Manager Stephen Elop übernahm die Führung.

Netzwerktochter NSN wird gestützt
Noch bevor Nokia die Einsparungen verbuchen kann, ist das Geld schon wieder ausgegeben: Die Finnen stützen zusammen mit dem Partner Siemens die gemeinsame Netzwerktochter NSN mit insgesamt einer Milliarde Euro. NSN soll mit der neuerlichen Kapitalspritze im dritten Anlauf auf Kurs gebracht werden. (fors, reuters/sda)

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Freitag, 11.2.2011

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