(Kelvin Lok)
Flickr & Co.: Dia-Abend war gestern
Früher versammelte man Freunde und Verwandte um den Dia-Projektor, um die schönsten Ferienschnappschüsse zu präsentieren. Heute verschickt man einen Link zu einem so genannten «Photo Sharing» Dienst im Internet.
Bilder für die ganze Welt
Photo Sharing hat einige Vorteile: Die Bilder stehen sofort zur Betrachtung zur Verfügung. Man erreicht alle allenfalls Interessierte auf einen Schlag – und die BetrachterInnen können selber das Tempo der Vorführung bestimmen - oder sie auch ganz auslassen. Falls erwünscht, kann man seine Bilder natürlilch der ganzen Internet-Welt zeigen.
Im Web stehen Dutzende von Photo Sharing Diensten zur Verfügung, die ganz Grossen mit mehreren Millionen NutzerInnen. Die meisten Dienste bieten eine Grundleistung gratis an, grössere Speichermengen oder spezielle Dienstleistung sind dann kostenpflichtig. Seit kurzem ermöglichen einige dieser Webseiten auch den Austausch von kurzen Videos.
Fotografieren mit Gemeinschaftsgefühl
Vor allem für ambitionierte FotografInnen bieten diese Dienste auch die Möglichkeit, sich einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten anzuschliessen und sich auszutauschen. Diese Form der «community» hat sehr viel zum Siegeszug des Photo Sharings beigetragen.
2005 kaufte Yahoo Flickr für geschätzte 35 Millionen Dollar. Der Dienst hat heute nach eigenen Angaben 26 Millionen NutzerInnen und etwa drei Milliarden Bilder auf seinen Servern.
Photobucket Photobucket entstand wie Flickr im Jahr 2003, gegründet wurde die Webseite von den beiden Amerikanern Alex Welch und Darren Crystal. Der Dienst ist heute der Grösste unter den Anbietern von Photo Sharing mit rund 40 Millionen NutzerInnen und über sechs Milliarden Bildern.
Photobucket ist vor allem beliebt bei Jugendlichen, die die Webseite MySpace nutzen. Photobucket wurde 2007 an die News Corp. verkauft, der MySpace gehört. Der Verkaufspreis wird auf über 250 Millionen Dollar geschätzt.
Picasa Web AlbumDer Picasa Webdienst wird von Google betrieben und hat seinen Ursprung in einem Computerprogramm. 2004 begann Google die Software Picasa gratis zu vertreiben, ein Programm zur Verwaltung von digitalen Bildern, das auch einige einfache Bearbeitungsmöglichkeiten bietet.
Zwei Jahre später folgte Google dem Beispiel von Flickr und bot den Upload von Bildern auf einen Webplattform an, dem Picasa Web Album. Der Dienst steht nur NutzerInnen zur Verfügung, die ein Account bei Google besitzen.
Und Co.
Eine Übersicht über weiter Tauschdienste für Fotos findet sich im englischen Wikipedia.Photo Sharing (Wikipedia)
