Kompromiss-Vorschlag von Minder und der SVP
Thomas Minder, Initiant der Abzocker-Initiative, und die SVP haben zusammengespannt. Gemeinsam wollten sie erreichen, dass das Parlament die laufende Aktienrechtsreform im Sinne der Abzocker-Initiative verschärft.
Sollten die zentralen Anliegen der SVP übernommen werden, wolle Minder seine Volksinitiative zurückziehen, hatte die SVP angekündigt. Falls das Parlament jedoch nicht darauf einsteige, drohte die SVP damit, die Abzocker-Initiative zu unterstützen.
Der Nationalrat will dem Volk aber sowohl die Initiative wie auch einen direkten Gegenvorschlag zur Abstimmung vorlegen. Laut der SVP sind die Hauptziele der Initiative im Gegenvorschlag verwässert worden.
Abzocker-Initiative für SVP zu starr
Der SVP-Vorschlag war ein indirekter Gegenvorschlag zur Abzocker-Initiative. Diese hat eine Verfassungsänderung zum Ziel. Der SVP-Vorschlag hingegen wollte über das Aktienrecht die Manager an die Kandarre nehmen.
Die Abzocker-Initiative gehe zwar in die richtige Richtung, sei der SVP aber zu starr, sagte Christoph Blocher. «Der Kern des Gegenvorschlags ist, dass die Aufsicht über Verwaltungsrat und Geschäftsleitung von Seiten des Eigentümers - das sind die Aktionäre - besser erfolgen kann.». Dabei gehe es vor allem um die Bezüge. (bat/cdm, sda)
