Inside the Bundeshaus: Was löste die Nachricht von 9/11 aus?
Oswald Sigg: Ehemaliger Bundesratsprecher erinnert sich an den 11. September 2001.
Am frühen Morgen des 11. September entführten 19 Selbstmordattentäter vier US-Verkehrsflugzeuge. Zwei davon lenkten sie in die «Twin Towers» des World Trade Centers in New York, eines ins Pentagon, den Hauptsitz des US-Verteidigungsministeriums.
Das vierte Flugzeug mit unbekanntem Anschlagsziel stürzte nach Kämpfen an Bord in der Nähe von Pittsburgh ab. Bei den Anschlägen, zu denen sich das islamistische Terrornetzwerk Al-Kaida bekannte, verloren rund 3000 Menschen das Leben.
Ein Moment, der sich ins kollektive Gedächtnis brannte
Oswald Sigg, der ehemalige Bundesratssprecher, arbeitete am 11. September 2001 als Informationschef im Departement VBS unter dem damaligen Verteidigungsminister Samuel Schmid.
Um 14.45 Uhr rannte der Bundesratweibel ins Büro von Oswald Sigg und schrie: «Du musst sofort CNN einstellen!» Das Bild der einstürzenden Türme brannte sich auch bei Oswald Sigg ins Gedächtnis.
Beim Weibel lief ständig CNN
Der gleiche Weibel hatte Momente zuvor Bundesrat Schmid einfach den TV eingeschaltet. Wortlos. Schmid war denn auch der erste Bundesrat, der von den Anschlägen erfahren hat. Das nur, weil besagter Bundesrats-Weibel in seinem Büro sowieso immer CNN laufen liess.
Oswald Sigg besprach sich anschliessend mit seinem Bundesrat Samuel Schmid. Es ging als erstes darum, wie jetzt zu reagieren sei. Schmid telefonierte daraufhin mit dem Bundes-Nachrichtendienst, um mehr Informationen zu erhalten.
Sondersitzung des Sicherheitsausschusses
Als Folge davon wurde um 17 Uhr am 11. September eine Sondersitzung des Sicherheits-Ausschusses festgelegt. Anschliessend wurde dann die Öffentlichkeit über entsprechende Resultate dieser Sitzung informiert.
Oswald Sigg erzählt exklusiv DRS-Inlandredaktor Alexander Sautter wie die Nachricht von den Terroranschlägen in New York im Bundeshaus ankam und was sie auslöste:
