Mord in der Bank, Seite 3
Carlo Segantini räusperte sich.
Interessiert musterte Olga Bitterli die Münze. «Konstantin II», stellte sie fest.
«Ist das nicht ...», begann Segantini.
«Richtig, römisch. Aus dem 4. Jahrhundert. Wenn ich mich nicht täusche ...»
«Nicht die Münze! Die Tote!»
«... wurde die Münze letzten Monat als gestohlen gemeldet.»
«Rosmarie Flückiger!», rief Segantini verzweifelt.
Olga Bitterli richtete sich auf.
«Letzten Monat hatte sie noch blonde Haare!», fuhr Segantini fort.
Olga Bitterli richtete den Blick auf die schwarze Mähne der Toten.
Segantini erzählte, dass die 45-jährige Bankfachfrau vor einigen Wochen entlassen worden war. Offenbar hatte sie beim Vorstellungsgespräch verschwiegen, dass sie neun Jahre zuvor in einen Korruptionsfall verwickelt gewesen war.
Suizid schloss Olga Bitterli aus. Ausserdem hatte Rosmarie Flückiger keinen Tresorschlüssel. Doch wer hatte einen Grund, sie zu ermorden?
