Film-Tipp: Halb Mensch, halb Maschine
Christian Bale und Sam Worthington (Walt Disney Schweiz)
Nun hat diese Zukunft begonnen. Das Computernetzwerk Skynet hat die Macht an sich gerissen, einen Atomkrieg angezettelt und versucht nun, die überlebenden Menschen mit Hilfe von Terminators auszulöschen. John Connor (Christian Bale) und eine Armee von Gleichgesinnten versuchen, Skynet und die künstlichen Terminators zu besiegen. Doch dann zeigt sich, dass vielleicht ausgerechnet einer aus den feindlichen Reihen der grosse Retter sein könnte.
Marcus Wrights (Sam Worthington) letzte Erinnerung ist, dass er zum Tode verurteilt wurde und seinen Körper der Wissenschaft gespendet hatte. Das hätte er wohl nicht getan, wenn er gewusst hätte, was das bedeutet. Seine Leiche wurde nämlich dazu verwendet, eine neue Art von Terminator zu kreieren, einen Cyborg, der nicht nur ein menschliches Gehirn, sondern sogar ein schlagendes Herz hat. Doch Marcus kommt nicht planmässig zum Einsatz. Vielmehr irrt er nach einer Explosion ziellos durch das zerstörte Los Angeles. Ausserdem glaubt er, er sei ein Mensch. Deshalb sucht er den legendären Freiheitskämpfer John Connor, um sich ihm anzuschliessen.
Düstere, gut gebaute Story
Die Story ist clever aufgebaut und fährt dort fort, wo «Terminator 3» aufhörte. Der neue Film ist jedoch deutlich düsterer. McG, der zuvor die beiden «Charlie's Angels»-Kinofilme gedreht hat, inszeniert die postapokalyptische Welt kompromisslos. Die Actionszenen und Spezialeffekte sind eindrücklich, aber daneben hat wenig Platz. Humor zum Beispiel gibt es kaum noch, der würde allerdings auch gar nicht in das neue, düsterere «Terminator»-Konzept passen.
Und für wen ist «Terminator Salvation» nun? Für alle, die Sciencefiction- und Actionfilme lieben. Auch für jene, die die ersten drei «Terminator»-Filme nicht kennen. Nur ein kleines Detail könnte sie verwirren: Warum ist John Connors Vater jünger als der Sohn? Weil er eben im ersten «Terminator»-Film in die Vergangenheit reiste und dort John Connor gezeugt hat, bevor er wieder in die Zukunft abhaute. So ist Hollywood eben.
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