Film-Tipp: Abgesang auf Helden
Ethan Hawke glänzt als korrupter Drogencop Sal. (Frenetic Kinowelt)
Auf den Strassen zwischen den ärmlichen Häuserblocks einer Sozialsiedlung versuchen Gangster und Cops, tagtäglich genau so zu überleben, wie jeder andere auch. Doch für Streifenpolizist Eddie (Richard Gere) sind die Tage gezählt. In einer Woche kann er in Pension gehen.
Tango (Don Cheadle) würde es nach drei Jahren im Undercover-Dienst schon reichen, einfach nur einen simplen Bürojob auf einem Polizeiposten zu erhalten. Die Chance kommt tatsächlich, dafür soll er zuerst den Drogendealer Caz (Wesley Snipes) verraten. Aber mit dem hat er sich inzwischen angefreundet.
Korrupte Cops
Sal (Ethan Hawke) hat nach jahrelangem Schuften genug und steckt, wann immer er kann, beschlagnahmtes Drogengeld in die eigne Tasche. Denn sein Polizistenlohn reicht nicht aus, um ein grösseres Haus zu finanzieren für seine drei Kinder, seine Frau und die Zwillinge, die sie erwartet.
Was an «Brooklyn's Finest» so überzeugt, ist der Dreck unter den Fingernägeln. Der Film wirkt wie ein Abgesang auf die Helden der Polizei. Keiner der drei Cops ist über alle Zweifel erhaben.
Menschliche Sicht
Eddie macht nur noch Dienst nach Vorschrift; Tango weiss nach drei Jahren im Drogenmilieu nicht mehr, wohin er gehört; und Sal versucht schon gar nicht mehr, sauber zu bleiben. Regisseur Antoine Fuqua und Drehbuchautor Michael C. Martin zeigen schonungslos, wie sich jahrelanger Kontakt mit dem Verbrechen auf Polizisten auswirkt.
In einer ausgeklügelten Schlussszene kreuzen sich die Wege der drei Cops schliesslich. Dieser Showdown verdeutlicht, dass sie zwar keine Helden, aber allesamt Menschen sind. «Brooklyn's Finest» ist starkes Spannungskino. (rb)
Mehr zum Film im «Box Office»-Beitrag von SF
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