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05.07.2010

Film-Tipp: Ein Monster sieht grün

«Shrek Forever After» heisst der neue «Shrek»-Film zwar, «Für immer Shrek», aber der vierte Teil soll der letzte sein. Zweifel sind durchaus angebracht, denn warum soll man eine der erfolgreichsten Trickfilm-Serien begraben?

Shrek trifft auf einen völlig verfe… äh… verwandelten Kater. (Universal)

Shrek hat Babys bekommen, und die furzen und rülpsen. Pfui! Überdies sind sie grün wie Dollars. Pfui! Geld stinkt wie ein Sumpfloch, besonders wenn es um mehr als 2.17 Milliarden Dollar geht. So viel haben die ersten drei «Shrek»-Filme allein im Kino eingespielt.

Kritiker behaupten, im vierten «Shrek»-Film werde bloss Altbewährtes neu aufgekocht, um noch mehr Geld zu verdienen. Stimmt. Aber wen stört es? So lange die Qualität stimmt, kauft man gerne ein Kinobillett.

Der Traum vom Monsterdasein
Und Qualität bietet auch der vierte «Shrek»-Film. Diesmal sogar in 3D. Es gibt wieder Gags im Multipack. Und die Story wartet mit einer cleveren Wendung auf, die den «Shrek»-Kosmos in neuem Licht erscheinen lässt.

Überfordert vom Alltag als Familienvater sehnt Shrek sich nämlich nach den guten alten Zeiten, als er noch ein gefürchteter Oger war. Rumpelstilzchen bietet ihm genau das an: 24 Stunden als schreckliches Sumpfmonster.

Kleingedrucktes nicht gelesen
Shrek unterschreibt den Vertrag etwas voreilig. Denn nun ist alles anders: Plötzlich regiert Rumpelstilzchen das Königreich Far Far Away. Zudem erkennen der Esel und der gestiefelte Kater Shrek nicht mehr.

Auch Fiona will nichts von ihm wissen. Sie ist jetzt eine Amazone, die im Untergrund gegen den Tyrannen Rumpelstilzchen kämpft. Da dämmert Shrek, dass er wohl besser auch das Kleingedruckte im Vertrag gelesen hätte.

Köstliches Vergnügen
«Shrek Forever After» ist wieder ein gelungener Computeranimationsfilm für die ganze Familie. Wer die Gelegenheit hat, soll den Film unbedingt mit 3D-Brille sehen. Denn der verfettete Kater und der schusselige Esel machen in 3D noch mehr Spass.

Der vierte Teil soll zwar der letzte «Shrek»-Film sein, aber im Filmstudio DreamWorks arbeitet man bereits an einem «Spin-off» mit dem gestiefelten Kater. Im Herbst 2011 soll er in seinem eigenen Film einer sexy Katzendame begegnen. (rb)


Die Kritik des Filmexperten Reto Baer
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