Film-Tipp: Auf höchstem Humor-Level
Videospielästhetik und freche Sprüche: Scott Pilgrim (Michael Cera) will Ramona, das höchste Level. (Universal Pictures)
Der arbeitslose Scott Pilgrim (Michael Cera, «Juno», «Superbad») ist Bassist der Indie Rock-Band Sex Bob-Omb. Der 22-Jährige mit dem grauenvollen Haarschnitt verguckt sich in die geheimnisvolle Ramona (Mary Elizabeth Winstead).
Um sie zu erobern, muss Scott zuerst ihre sieben bösen Ex-Lovers besiegen. Warum? Weil so etwas in Scotts schräger Welt völlig normal ist. Bryan Lee O'Malley, Comiczeichner und Erfinder der Figur, beschreibt Scott als «Held seines eigenen Kopfkinos».
LEVEL 2
Und der Film, der durch Scotts graue Zellen rattert, hat etwas sehr Pubertäres. Der junge Mann ist zwar schmächtig, doch er sieht sich als unbesiegbaren Superhelden und die Realität als ein Haufen von Game-Levels, die es zu knacken gilt.
Ein Ex von Ramona kommt schriller daher als der andere. Scott liefert sich mit ihnen Kämpfe, die aussehen, als würde ein Mix aus Spider-Man, Neo und Super Mario mit einem Jedi-Lichtschwert Kung-fu machen.
LEVEL 3
Der höhere Blödsinn wird in einer perfekten visuellen Ästhetik dargeboten, die die schwarzweissen, eher unspektakulären Zeichnungen der Comicvorlage locker in den Schatten stellt. Der Film ist ein absoluter Augenschmaus.
Der britische Regisseur Edgar Wright («Shaun oft he Dead», «Hot Fuzz») hat einen Superjob gemacht. Ich hab in den letzten Monaten im Kino selten so viel und so laut gelacht wie bei «Scott Pilgrim vs. the World». (rb)
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