Ein Monsterbeben kommt selten allein
Der sogenannte Ring of Fire bildet einen Ring der noch aktiven, über dem Merresspiegel gelegenen Vulkane (rote Dreiecke) rund um die Pazifische Platte.
Offenbar kommt Japan nicht so schnell zur Ruhe. Aber was gilt eigentlich als Nachbeben und ab wann spricht man von einem «neuen» Beben? Und: werden die Beben in Japan nun schwächer werden? Auch das wollten wir vom Seismologen wissen.
The Ring of Fire
Japan liegt am Rand der pazifischen Platte, am sogenannten «Ring of Fire», und ist somit extrem erdbebengefährdet. Während es auf der ganzen Welt immer wieder Erd- und Seebeben gibt, kommen sie an den Rändern der pazfischen Platte nicht nur öfter vor - 80% der Beben, z.B. in Japan, Chile oder Neuseeland, finden im Ring of Fire statt -, sie sind meist auch stärker.
Verschieben sich die tektonischen Platten, bebt die Erde
Die Erdkruste ist in mehrere, verschieden grosse tektonische Platten aufgeteilt, die pazifische Platte ist nicht nur die grösste, sondern auch die mit den stärksten Verschiebungen.
All diese Platten bewegen sich, aber Teile der pazifischen Platte verschieben sich ihrer Grösse wegen um ca. 10 cm jährlich, also etwa doppelt so schnell wie andere Platten. Das bedeutet, dass es an ihren Rändern mehr und stärkere Beben gibt.
Japan liegt genau dort, wo mehere tektonische Platten aneinander grenzen. Ob das einen zusätzlichen Einfluss auf die Häufigkeit der Beben hat, auch darauf weiss Jochen Wössner Antwort.
Auf dieser Karte der Texas Tech University könnt ihr die aktuellen Erdbeben - und deren Stärke - im Gebiet um Japan verfolgen.
(ewa)
