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Mittwoch, 14.5.2008

Das Gehirn - grösstes Rätsel der Menschheit

Es gilt immer noch das Bonmot von Jostein Gaarder: «Wenn das Gehirn so einfach wäre, dass wir es verstehen könnten, wären wir zu dumm, um es zu begreifen.» Dennoch reichen die heutigen Erkenntnisse aus, um uns ins Staunen zu versetzen und die klassischen, dualistischen Erklärungsmodelle - die Trennung von Körper und Geist - in Frage zu stellen.

Mit Hilfe neuer Techniken wie der Positronenemissionstomografie (PET) oder der funktionellen Magnetresonanztomografie (fMRT), kann man seit kurzem Denkprozesse im Gehirn visualisieren. Dadurch weiss man, welche Hirnregionen bei kognitiven Funktionen wie Sprache, Tonwahrnehmung oder Gedächtnisprozesse aktiv sind. Steht die Wissenschaft kurz davor, dem Gehirn seine letzten Geheimnisse zu entreissen?

Nicht ganz. Durch die Zuordnung bestimmter Prozesse ist noch nicht erklärt, wie sie ablaufen. Wie entstehen zum Beispiel Bewusstsein und Ich-Erleben? Wird man diese einst neurologisch nachweisen können? Was hat es mit der Vorstellung des «freien Willens» auf sich? Diese grossen Fragen der Neurowissenschaften wird man vermutlich auch in den nächsten zehn Jahren noch nicht beantworten können - und die Funktionsweise des Gehirns wird so noch lange eines der grössten Rätsel in der Geschichte der Menschheit bleiben.

Thomas Hägler

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Die kleinen Ausfälle unseres Gehirns

Jeder kennt sie: die kleinen, unpassenden und oft peinlichen Ausfälle unseres Gehirns. Der weibliche Gang auf die Herrentoilette, das gedankenversunkene Klopfen an der eigenen Bürotür, das fraglose Giessen des Kaffeerahms in den Aschenbecher – es sind die Augenblicke, in denen wir am liebsten im Boden versinken würden. Auch wenn sie uns erröten lassen – unerklärlich sind solche Fehlleistungen nicht. Hören Sie selbst.   Mehr


Kontext vom Mittwoch, 12.9.2007, 09.05 Uhr, DRS 2

«Wer entscheidet, wenn ich entscheide?»

Unser Verhalten ist zu über 90 Prozent festgelegt durch unsere Gene und die frühe Kindheitsentwicklung. Nur schwere Traumata und ein bisschen Zufall können unser Verhalten nachhaltig verändern. Dies sagt zumindest der deutsche Hirnforscher Gerhard Roth. Das Gehirn, das unser Verhalten steuert, so Roth, arbeite nach festgelegten Naturgesetzen. Ist unsere vermeintliche Freiheit somit nur eine vorgespiegelte Illusion?

Hören (27:31)Download (MP3, 12.5MB)


Die Hirnforschung im Dienste des Marketings

Input, DRS 3, 8.4.2007, 48:31
Unter dem Stichwort «Neuromarketing» investieren Weltkonzerne Millionen von Franken an Forschungsgeldern in die Hirnforschung. Ziel: Die Manipulation und Überwachung des Unbewussten. Denn über 80 Prozent der Entscheidungen geschehen, ohne dass wir aktiv darüber nachdenken. «Input» besucht ein Hirnforschungslabor und redet mit Marketingspezialisten und einem Soundbrander über Sinn und Unsinn dieses Trends.


  • Hören (48:32)

Live aus der ETH Zürich zum Thema Hirn-Doping

Wissenschaft DRS 2, 17.3.2007, 36:54
Hirn-Doping wird immer populärer. Psychoaktive Substanzen, also Medikamente für bessere Laune, mehr Leistung und besseres Gedächtnis. Was für Folgen hat der Konsum solcher Substanzen? Welche gesellschaftliche Entwicklung spiegelt sich im Gebrauch von Psychopharmaka? Die Experten Felix Hasler, Jean-Claude Wolf, Brigitte Woggon und Michael Hagner antworten.


  • Hören (36:54)

Die Musikerin und der Hirnforscher

Hörpunkt, DRS 2, 2.03.06, 29:29
Musiker haben spezielle Gehirne.  Dies ist zumindest die These einiger Hirnforscher. Am Institut für Neuropsychologie der Universität Zürich untersucht der Hirnforscher Lutz Jäncke die Gehirne von Musikerinnen und Musikern. Welche Hirnregionen werden beim Musizieren aktiv und wie unterscheidet sich ein Musiker-Gehirn von anderen? Und was kann man von solchen Untersuchungen lernen?


  • Hören (29:30)

Musik und Gefühl

Hörpunkt , DRS 2, 2.3.06, 15:37
Unser Hirn nimmt nicht nur unterschiedliche Reize wahr, es verarbeitet sie und ruft entsprechende Reaktionen in uns hervor. Auf keine Kunst reagieren Menschen so emotional wie auf Musik. Sie kann uns zu Tränen rühren oder unsere Aggressionen wecken, manchmal löst sie gar Gänsehaut aus. Eva Oertle hat sich darüber unterhalten mit Udo Rauchfleisch, Psychotherapeut und Professor für klinische Psychologie der Universität Basel.


  • Hören (15:38)

Biochemie des Gedächtnisses

Hörpunkt, DRS 2, 2.3.2006, 13:40
Das Gedächtnis ist eines der faszinierendsten Leistungen unseres Gehirns. Wir speichern Erfahrungen und können sie wieder abrufen. Was weiss man heute über die biochemischen Prozesse, die unser Gedächtnis formen? Der Neurobiologe Andreas Lüthi, Professor an der Uni Basel und Forschungsgruppenleiter am Friedrich-Miescher-Insitut in Basel gibt Auskunft.


  • Hören (13:40)

Geist versus Gehirn

Hörpunkt, DRS 2, 2.3.06, 45:42
Mit Hirnscannern lassen sich heute Gehirnprozesse darstellen, die Gefühle wie Liebe, Rache oder Schmerz auslösen. Diese «farbigen Bilder des Gehirns» vermitteln den Eindruck, man könne dem Gehirn zuschauen, wie es fühlt oder sogar denkt. Dagegen wehrt sich die Philosophie: sie sagt, solche Prozesse könnten mit naturwissenschaftlichen Methoden gar nicht ergründet werden. Theologin Christina aus der Au und Philosoph Peter Bieri diskutieren mit Christian Heuss.


  • Hören (45:42)

Gehirn und Verhalten: Verhaltensneurobiologie

DRS2, Kontext, 10.09.2003, 29:65
Selbst einfache Handlungen wie eine Begrüssung oder ein Kuss sind neurobiologisch betrachet komplexe Handlungsabläufe, die von unserem Gehirn gesteuert werden. Wie diese Abläufe funktionieren, erforscht man in der Verhaltens-Neurobiologie. Sie ist einerseits für die Grundlagenwisseschaft interessant, gleichzeitig aber auch von praktischer Bedeutung - etwa für die Stress-Bewältigung.


  • Hören (29:44)

Weiterführende Links zum Beitrag:

  • Brain Explorer: Interaktiver Gehirnatlas
  • University of Harvard: The whole brain atlas (Englisch)
  • BrainTutor: Interaktives Lernprogramm zur Anatomie des Gehirns (Freeware)

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Wahrnehmung & Gehirn: Testen Sie sich selbst
Wie funktioniert unser Gehirn?
Historischer Beitrag: Das Gedächtnismolekül

DRS2, Montagsstudio, 8.3.1971, 17:02
In diesem Beitrag aus den 70er-Jahren spekuliert Biologieprofessor Adolf Portmann über den Zusammenhang von Physischem und Psychischem und die Funktion des Gedächtnisses. Was ist Gedächtnis? Wieso kann man sich im Alter noch an Dinge aus der Jugendzeit erinnern, nicht aber an kürzlich Geschehenes?

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