Die Expedition
Ziel der Pik Lenin Expedition ist es, die überraschenden Resultate der grossen Schweizer Forschungsexpedition von 2005 auf den knapp 7600 Meter hohen Muztagh-Ata in Westchina zu bestätigen.
Die Fragestellung lautet: «Können Akklimatisation und Stoffwechsel in grossen Höhen durch Vitamine und Antioxidantien wirklich positiv beeinflusst werden?»
Für die beiden forschungsverantwortlichen Ärzte, Prof. Andreas Huber (Ärztlicher Direktor Kantonsspital Aarau) und Jacqueline Pichler (Spital Langenthal) steht fest: «Wenn wir auf diese Frage gültige Antworten finden, dann haben wir einen grossen Durchbruch geschafft.»
Blindstudie in grosser Höhe
Über die Stoffwechselveränderungen im Rahmen des Höhenbergsteigens ist bisher nur wenig bekannt. Die Veränderungen sind jedoch für jeden Einzelnen, der sich schon einmal in grösserer Höhe aufgehalten hat, offensichtlich: Über 5000 Metern über Meer ist der Gewichtsverlust rapide und eine genügende Nahrungsaufnahme oft kaum mehr möglich.
Vom 25.07. bis am 16.08.2009 werden 40 Schweizer Bergsteiger den 7134 Meter hohen Pik Lenin besteigen. Die 30 Testpersonen werden blind zwei Gruppen zugeteilt, wovon die eine Hälfte eine Nahrungssubstitution in Form von Antioxidantien (Vitaminen) und die andere Gruppe ein optisch identisches Placebo erhält.
Prävention von Höhenkrankheit
Während der Expedition werden Untersuchungen bis auf eine Höhe von 6100 Metern über Meer durchgeführt. Neben einem Fragebogen zur Beurteilung vom allgemeinen Gesundheitszustand und eventuellen Höhenkrankheiten, werden Sauerstoffsättigung, Herzfrequenz, usw. gemessen und die Lunge abgehöhrt. Zudem wird in jedem Camp eine Blutentnahme erfolgen. Aus dem gewonnenen Blut werden Messungen der verschiedenen Stoffwechselprodukte durchgeführt.
Mit diesen Daten sollen weitere Erkenntnisse des Stoffwechselgeschehens in der Höhe gewonnen werden. Allenfalls ergeben sich daraus auch Richtlinien zum Einsatz von Nahrungsergänzungen zur Prävention von Höhenkrankheit.
